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Gabriele Gabriele schrieb am 29. Oktober 2015 um 08:33
Als ich das erste mal beim Frauenarzt war, um mir die Pille verschreiben zu lassen, hatte die Ärztin im Ultraschall gesehen, dass meine Gebärmutter nicht normal geformt ist. Sie hatte mir aber nicht erklärt, was es bezüglich Fruchtbarkeit für mich bedeuten könnte, denn ich wollte ja zu diesem Zeitpunkt es mit allen Mitteln verhindern. Als ich nach einem Jahr die Pille wieder absetzte, bekam ich heftige Schmerzen während der Periode. Meine Ärztin und Ärzte im Krankenhaus meinten es wäre normal und verschrieben mir Schmerztabletten. Also akzeptierte ich diesen Zustand über viele Jahre.
2002 lernte ich meinen jetzigen Ehemann kennen und uns war schnell klar, wir wollen zusammen Kinder haben. Als ich nach einem Jahr nicht schwanger wurde, hab ich mich vom Frauenarzt durchchecken lassen. Diagnose wurde damals (2005) schnell gestellt, Gebärmutteranomalie. Aber wir waren ja noch jung (ich 21, mein Mann 23). Sagte auch meine Ärztin.
2009 Umzug in eine andere Stadt und Arbeitsplatz Wechsel. Meine Schmerzen wurden immer schlimmer und es folgte ein Jahr voller Zykluskurven, die (wie auch das Spermiogramm meines Mannes) super aussahen. Nur der Schwangerschaftstest blieb negativ. Aber wir waren ja immer noch jung, sagte auch meine Ärztin.
2010 heiratete ich meinen tollen Mann und wir übergaben "unser Glück" in die Hände der Reproduktionsmediziner. Bei mir wurde Endometriose, Gebärmutteranomalie und Hashimoto diagnostiziert und ich wurde zum ersten Mal operiert. Ich freute mich richtig über die weiteren Diagnosen, denn man hatte endlich einen Grund warum es nicht klappte. Ich wurde die Schmerzen los und wir waren überzeugt, dass ich bald schwanger werde. 3 Zyklen mit Clomifen brachten uns aber nur viele Tränen und enormen psychischen Druck. Die Schmerzen kamen auch langsam wieder.
2011 wechselten wir das Kinderwunschzentrum und gingen es etwas lockerer an. Als wir mit dem ersten Behandlungszyklus starten wollten, hat man im Blut festgestellt, dass ich schwanger war. Doch es entwickelte sich nicht weiter. Daraufhin wurden wir von unserem Arzt ermutigt mit der Behandlung zu starten, denn "wir sollten nicht mehr so lange warten bis es wieder klappt und Sie sind jung, die Chancen stehen gut." Erste Ivf mit 23 gewonnen Eizellen davon 11 befruchtet, die in 3 Kryozyklen eingesetzt wurden, blieb negativ. 2013 wurde ich das zweite Mal operiert. Endometriose Herde waren wieder gewachsen und das Septum in der Gebärmutter war immer noch da. Bei der zweiten Ivf/ICSI wurden weniger Medikamente eingesetzt um eine Überstimulation zu vermeiden. Es wurden dennoch 13 Eizellen gewonnen und 5 ließen sich befruchten. Bei diesem Behandlungszyklus war sowohl die Qualität der Eizellen als auch die der Spermien wohl nicht so gut. Und so hatten wir nach zwei Kryozyklen wieder keinen positiven Ausgang und ich verlor komplett das Vertrauen in meinen Körper. Ich fühlte mich psychisch und physisch sehr schlecht.
Wir legten ein paar Monaten Pause ein um wieder zu Kräften zukommen. In dieser Zeit lernte ich Frau Dr. Schweizer-Arau kennen und bekam von ihr Informationen, Büchertips und Adressen. Ich kaufte mir das Buch "Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch", welches mir sehr geholfen hat. Februar 2014 ließ ich mich bei Frau Dr. von Hasselbach nach TCM akupunktieren und bekam verschiedene, zyklusabhängige Kräutertees. Meine Beschwerden während der Menstruation wurden noch im gleichen Zyklus besser und er wurde wieder regelmäßiger. Ich hatte meine Schilddrüse mithilfe von Frau Dr. Bernutz endlich richtig eingestellt. Zum ersten Mal wurde ein Vitamin D und Eisen Mangel festgestellt . Ich hab mich wieder super gefühlt und wollte einen neuen Versuch starten. Bei der Besprechung riet unsere Arzt zur 3 Operation. Und auf meine Frage nach Ivf naturell, antwortete er "Mit Ihrer Eizellqualität wird es nichts!" Mit diesen Aussagen waren mein Mann und ich nicht einverstanden und wechselten ein letztes Mal die Klinik.
Die Beratung, Behandlungsablauf und die Betreuung (durch das ganze Team) im Kiiz bei Frau Dr. Popovici waren nicht zu vergleichen mit dem, was wir bisher erlebt hatten. Wir waren keine Nummer mehr, es war alles menschlicher. Die IVF Naturelle im Juni 2014 verlief super. Embryo hatte sich auch eingenistet, nur leider nicht weiter entwickelt. Ich hatte viel Hoffnung in diesen Versuch, um so tiefer bin ich gefallen. Frau Dr. Popovici riet uns keine Behandlungen mehr durchzuführen, denn es sah alles so gut aus. Wir sollten lediglich "auf die richtige Eizelle warten" und uns bei Frau Dr. Schweizer-Arau vorstellen. Danke nochmals dafür an dieser Stelle. Das machte ich Ende Juli auch. Die Fahrten zum schönen Ammersee und die Behandlungen fand ich sehr entspannend und ließ den Dingen freien Lauf. Meine Beschwerden während der Regel verschwanden komplett noch während der ersten Sitzung und es blieb auch so. Am 4. Dezember 2014, nach gerade mal 4 Sitzungen bei Frau Dr. Schweizer-Arau, hielt ich meinen ersten positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Die Schwangerschaft verlief Problemlos und ich habe die Zeit sehr genossen. Heute liegt unser gesunder, wunderschöner Sohn neben mir im Bett und ich bin überglücklich und unfassbar dankbar.
Danke liebe Frau Dr. Schweizer-Arau für die verständnisvollen Behandlungen, für den Zuspruch und für das wiedererlangte Vertrauen in meinen Körper.

Gabriela-kasinski@web.de
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