Gästebuch
Herzlich Willkommen im Gästebuch
ich würde mich über Ihren Eintrag mit Anregungen oder Kritik und Lob sehr freuen. Gerne gebe ich Ihnen hier auch Gelegenheit zum Austausch. Wenn Sie also als Patientin einmal den Kontakt zu anderen Betroffenen suchen, dann schreiben Sie dies hier in das Gästebuch und vergessen Sie nicht, Ihre E-Mail-Adresse einzutragen.
Liebe Frau Dr. Schweizer,
mein Beitrag wird etwas länger ausfallen.
Die Kurzfassung vorweg:
1. Man kann auch in einem verkürzten Zyklus mit Schmierblutungen schwanger werden.
2. Spermiogramme sind nicht immer aussagekräftig.
2016 wurde ich recht schnell und absolut gewollt schwanger. In der 8.Ssw bin ich nachts im Bad ohnmächtig geworden und bin auf dem Boden wieder zu mir gekommen. Bis auf kleine Blutergüsse und etwas Rückenschmerzen ging es mir gut. Dennoch rief ich am nächsten Morgen meinen Frauenarzt an, der mir riet, mich im Krankenhaus vorzustellen.
Bin also in die Notaufnahme, es wurde Ultraschall gemacht, das Herzchen schlug - alles ok.
Ich wurde gefragt, ob ich noch stationär eine Nacht im Krankenhaus bleiben möchte, verneinte aber und ging stattdessen arbeiten.
Auf dem Weg vom Krankenhaus rief mich eine Kollegin auf dem Handy an, kritisierte mich und meine Arbeitsleistung und gab mir diverse "gut gemeinte Ratschläge". Ich war zu der Zeit nach langer mehrjähriger nervenzehrender Anspannungsphase auf der Arbeit tatsächlich sehr dünnhäutig geworden. Ich hatte immer wieder viel inneren Stress, häufig Durchfall und meine Leistung war mal gut, mal nicht.
Jedenfalls fühlte ich, wie während des Telefonats so etwas wie ein Gewicht/Stein/Kloß in meinem Bauch nach unten fiel. Wie bei einem Schock oder einer plötzlichen Angstsituation.
2 Wochen später wurde beim Routineultraschall festgestellt, dass das Herz nicht mehr schlägt und ich eine verhaltenen Fehlgeburt gehabt hatte. Die Größe des Babys entsprach damals etwa der 8.Ssw. In dieser 8.Woche muss also das traurige Ereignis passiert sein.
Ich werde nie wissen, ob es wirklich der Anruf war, der die Fehlgeburt ausgelöst hat.
Und ich weiß bis heute nicht, wie ich mit dieser Kollegin umgehen soll. Sie weiß nichts von dieser Geschichte und wir werden wohl noch etwa 15 Jahre zusammen arbeiten müssen...
Es folge eine Ausschabung, 3 Monate Pause und dann übten mein Partner und ich wieder.
Nach etwa 1 Jahr, bekamen wir eine Überweisung zum Kinderwunschzentrum.
Gerinnungswerte wurden auch geprüft. Alles ok.
Es wurde diverse Diagnostik durchgeführt: alles soweit unauffällig; Spermiogramm auch ok. Ein Parameter hätte besser sein können, aber da wir ja auch so schon schwanger geworden waren, übten wir erstmal weiter.
Ich hatte immer wieder mit kurzen Zyklen und Schmierblutungen zu tun. Das hat mich echt fertig gemacht. Kein Arzt konnte mir so richtig helfen. Und sowas ignorieren geht einfach nicht.
Du wartest auf das Ausbleiben der Periode, dann fängt diese Schmiererei an und Du wirst jeden Tag bei jedem Pinkeln auf der Toilette mehrfach daran erinnert, dass es wieder nicht geklappt hat. Zum heulen!
Einige Zeit später haben wir 3 Mal hormonell stimuliert. Beim letzten Versuch waren sogar 2 Eizellen herangereift. Brachte alles nix.
Danach brauchte ich erstmal Pause vom Kinderwunschzentrum.
Der Arzt dort empfahl mir zu diagnostischen Zwecken eine Eileiterspülung und Gebärmutterspiegelung. Ich hatte eine riesengroße Angst davor und wir übten erstmal wieder so weiter.
Der Schilddrüsenwert (TSH) war leicht erhöht (ca 3) und ich begann, L Thyrox zu nehmen, um den Wert auf 1 zu senken.
Ich war bei einer Ärztin, die alle 4 Wochen an der Dosis geschraubt hat. Der Wert sprang extrem hin und her. Als ich sie fragte, ob es vielleicht daran liegt, dass ich morgens oft Durchfall habe und die Tablette mir vielleicht zu schnell durchrutscht und ob wir die Dosierungen seltener (z.B. alle 6 - 8 Wochen) ändern könnten, wurde sie verärgert und empfahl mir, mir einen anderen Arzt zu suchen.
Das habe ich gemacht und ich habe angefangen, die Tablette nachts um 4h zu nehmen. So bleibt sie länger drin, bis ich morgens zur Toilette muss. Der neue Arzt verändert nun die Dosis seltener und ich habe nach einiger Zeit einen TSH um 1 erreicht.
Manchmal sollte man auf sein Bauchgefühl hören.
Ich bin alternativen Heilmethode auch immer offen gewesen und habe Folgendes ausprobiert:
- ich war bei verschiedenen Leuten zur Akupunktur
- Osteopathie
- Homöopathie
- Mönchspfeffer
- Vitamininfusionen
- ich war bei einer Heilerin
- ich habe extrem viele Blutwerte bestimmen lassen und habe auf ärztlichen Rat hin, extrem viele Nahrungsergänzungsmittel genommen
Mein Gedanke war dabei:
Wenn der Körper alle Nährstoffe hat, dann baut er sich gute Eizellen, dann ist auch die Gelbphase länger und dann schmiert es nicht und dann werde ich wieder schwanger.
- ich bekam eine Eiseninfusion (mehr Eisen = mehr Sauerstofftransport = bessere Eizellreifung?)
- Dorn Breuß Massagen
- ich habe sogar Geld an einen Fernheiler überwiesen (ja - so verzweifelt war ich)
- TCM Kräuter probiert
- Temperaturmethode/Zyklusmonitoring
- Ovulationstests
- Heilpraktiker
- Progesteron vaginal in 2.ZH genommen
- Ayurveda
- ich war beim Psychologen, weil ich die ganze Kinderwunschzeit irgendwann extrem belastend fand
- Ernährungsumstellung: Ich bin recht dünn und versuchte immer zuzunehmen. Ich dachte mir, dass ich durch die vielen (Stress?)Durchfälle auch bestimmt viele Nährstoffe verliere, die dann meinen Eizellen fehlen. Also las ich über 5 Elemente Ernährung, Blutgruppenernährung und probierte sogar Metabolic Balance aus (um zuzunehmen). Durch Metabolic Balance versprach ich mir einen Stoffwechselreset und eine gute Hormonproduktion durch stetigeren Blutzuckerspiegel.
Schade nur, dass ich dabei auch 2 kg verlor und irgendwann nur noch 49kg wog. Echt dünn.
Irgendwann stieß ich auf Frau Dr.Schweizer und besuchte einen Kinderwunsch-workshop.
Es hat mich etwas entspannt und ich habe mich darauf fokussiert, die Bedingungen für eine Schwangerschaft zu verbessern.
- ich nahm KFX
- ich kaufte eine TDP Lampe, um meinen Bauch und meine Füße vor dem Schlafen zu wärmen (quasi als Moxa Ersatz)
- ich fuhr 2 Stunden zu einem Arzt, der mir die Anwendung von Moortampons zeigte. Das Konzept mit den Moortampons klang für mich auch ganz interessant, aber ich bin mir nie sicher gewesen, ob diese Dinger auch wirklich warm genug waren. Selbst wenn ich sie im Ofen auf 50 Grad mit neuem Thermometer erwärmte, empfand ich sie beim Einführen als lauwarm
Ich habe Frau Dr. Schweizers Buch über IVF naturelle gelesen und mir eine Klinik gesucht (wieder 2h Fahrzeit) und mich dort vorgestellt.
Arztempfehlung dort: Lassen Sie aus diagnostischen Zwecken eine Bauchspiegelung machen. Und neues Spermiogramm.
Ich war monatelang verunsichert: Soll ich nun Gebärmutterspiegelung + Eileiterspülung machen oder gleich die Bauchspiegelung.
Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich mich wieder in die Hände der Kinderwunschzentren begeben wollte.
Ich entschied mich für den kleineren Eingriff: Gebärmutterspiegelung + Eileiterspülung.
Alles war unauffällig.
Ich war erleichtert, aber auch etwas enttäuscht, da ich schon wieder ratlos war, woran es denn nun liegt.
Ich machte einen Termin im konventionellen Kiwu-zentrum und wollte mich dort dann zum Thema IVF und ICSI unterhalten.
Das wären dann die nächsten Schritte gewesen.
Ich telefonierte parallel auch mit dem Kiwu-zentrum, was IVF naturell anbietet. Dort war man enttäuscht, dass ich keine Bauchspiegelung habe machen lassen und außerdem hätte man die Spermien untersucht: sie seien doch nicht so gut und sie würden mir auch zu IVF raten, aber schon auch mit Hormongaben.
Kurz nach der Gebärmutterspiegelung verunglückte ein guter Bekannter von mir. Am Tag seiner Beerdigung war ich extrem traurig und bekam wieder Schmierblutungen.
Sie hörten wieder auf und begannen eine Woche später erneut.
Dann hörten sie für einen kurzen Moment wieder auf. Ich nahm allen Mut zusammen und machte einen Schwangerschaftstest: er war positiv!
Ich war völlig perplex und hatte mir immer geschworen, dass ich beim nächsten Mal noch besser auf das Kind Acht geben würde.
Es war Feiertag und ich musste noch zur Arbeit. Stattdessen fuhr ich völlig ängstlich ins Krankenhaus und ließ mich krankschreiben. Ich war auch fix und fertig vor Sorge und Hoffnung.
Am gleichen Tag des Schwangerschaftstests bekam ich nachmittags erneut Schmierblutungen. Die Angst war groß. Ich rief im Kiwu-zentrum an und fragte, ob ich vielleicht die Progesterontabletten nehmen könne (ich hatte noch welche von den Stimulationen übrig).
Gleichzeitig meldete ich mich bei Ihnen - Frau Dr. Schweizer.
Sie hatten dann sehr schnell einen Termin für mich frei. Sie gaben mir Mut und Hoffnung für den Neustart und Sie haben mir Zeit und Ruhe für meine Nerven geschenkt: durch ein zeitlich beschränktes Beschäftigungsverbot. Ich erinnere mich noch, wie ich auf Ihrer Liege liege und meine Hände auf meinem Bauch sind und sie zu mir reden, dass das Baby jetzt da ist und dass ich ihm vertrauen kann.
Da ich so viel freie Zeit hatte, konnte ich mich völlig auf das Baby konzentrieren. Ich schlief stundenlang, schrieb dem Baby täglich Briefe und bedankte mich bei ihm, ich kochte 3 Mal am Tag warm und aß in Ruhe, ich malte Mandalas, die Einnistungsmotive zeigten, usw.
Ich vertiefte die Verbindung.
Eine Woche später war ich beim Arzt und prallte dort auf etwas andere Sichtweisen.
"Wir sollten jetzt (5.Ssw) schon einen Ultraschall machen. Falls es eine Eileiterschwangerschaft ist, könnten Sie morgen tot sein."
Ich habe Ultraschall machen lassen. Alles war am rechten Fleck. Und danach habe ich mir Vorwürfe gemacht, ich könnte dem Baby mit Ultraschall geschadet haben. Überhaupt waren diese Arzttermine immer der totale Stress für mich, weil ich immer Angst vor Allem hatte.
Es folgte eine wunderschöne, völlig komplikationsfreie aber absolut angstbesetzte Schwangerschaft.
Ich nahm 12 Wochen lang Progesteron weiter ein. Ich nahm auch die von Frau Dr. Schweizer verschriebenen Kräuter und die Phytohormonlotion. Ich hatte Angst, Progesteron abzusetzten, aber die Schwangerschaft blieb intakt.
Ich traf die erste Hebamme zum Vorgespräch. Als sie sah, dass ich TCM Kräuter nehme, hat sie mich verunsichert. Ob ich denn wisse, was da alles reingepanscht würde, usw. Sie suchte das Weite von mir.
Verunsichert nahm ich die Kräuter weiter.
Ich ging zur psychosomatischen Gynäkologin.
Den Termin hatte ich wegen Kinderwunsch schon lange abgemacht und musste lange darauf warten.
Aber auch schwanger durfte ich dort hingehen und wurde dort sehr gut betreut. Die Ärztin hat es absolut befürwortet, dass mein Beschäftigungsverbot verlängert wird und mir so wieder viel Ruhe verschafft.
Ins normale Kinderwunschzentrum bin ich noch zum Termin gegangen und hatte das 1. Ultraschallbild in der Hand. Der Arzt gratulierte mir. Erklären konnte er sich das nicht. Als ich ihn fragte, ob er mir denn auch mein Beschäftigungsverbot verlängern würde, verneinte er. Er sehe dazu keinen Grund. Seiner Meinung nach gibt es keinen Job, der sowas braucht......
Das finde ich sehr traurig.
Ich habe einen Vortrag eines Pränatalpsychologen besucht und es macht sehr wohl einen Unterschied, was die Mutter während einer Schwangerschaft erlebt und wie die nachfolgende Generation geboren wird. Als der Pränatalpsychologe von seinen Fällen berichtete, standen mir echt die Haare zu Berge. Die kleinen zauberhaften Wesen im Mutterleib bekommen schon alles mit.
Er plädierte sogar dafür, dass jede werdende Mutter finanzielle Zuwendung vom Staat verdiene, um sich etwas Gutes zu tun und somit auch dem neuen kommenden Erdenbürger.
Mittlerweile denke ich auch, dass jeden werdende Mutter, absoluten Schutz vor Stress und jedweder anderer Belastung erhalten sollte. Das neue Leben ist das Kostbarste, was es gibt.
Der Kinderwunscharzt, der sich vielleicht denkt: naja - wenn es wieder nicht klappt, dann baue ich halt einen neuen Menschen im Reagenzglas zusammen, sieht es wohl anders.
Ich suchte mir eine Hebamme, die auch Vorsorge anbietet und ging im Wechsel zu ihr und zum Arzt.
Der Arzt fand das gar nicht gut. Er wolle mich schließlich so oft sehen, wie er möchte um sich gut zu fühlen.
Halloo???? Ich bin diejenige, die sich wohlfühlen soll!
Ich besuchte diverse Kurse und Vorträge im Geburtshäusern, hatte viel Kontakt zu Hebammen und das Vertrauen wuchs langsam ein klein wenig weiter.
Ich ging zu Vorträgen von Greenbirth und lernte viele interessante Frauen und Geschichten kennen. Eine Frau hatte sogar mal eine geführte Seelenreise zu ihrer Gebärmutter gemacht und danach ein weiteres Kind natürlich entbunden (die Ärzte hatten ihr Angst gemacht, dass die Naht nach mehreren Kaiserschnitten und ihrem Alter einer weiteren Ss nicht standhalten würde).
Ich war weiterhin total skeptisch Ärzten gegenüber. Dann hörte ich auch noch von dem Verbot von Wunschultraschall ab 2021 und war wieder skeptisch jedem Ultraschall gegenüber.
Ich habe kein einziges CTG in der Ss schreiben lassen. Erst bei der Geburt wurde es zum ersten Mal eingesetzt.
Beim Frauenarzt bieten sie es schon ab der 28.Ssw regelmäßig an.
Ich informierte mich über natürliche Geburt und bekam also kürzlich unser absolutes Wunschbaby ganz natürlich bei einer hebammengeleiteten Geburt in einer Klinik. Das Baby ist sehr entspannt und wir sind so unendlich dankbar über dieses große Geschenk.
Ich bin also in dem Zyklus der Gebärmutterspiegelung spontan schwanger geworden. Trotz Schmierblutung. Trotz irgendwelchen Spermiogrammwerten.
Unser Wunderbaby ist nun bei uns und ich staune jeden Tag darüber.
Ich bin weiterhin sehr skeptisch Ärzten gegenüber und versuche mich im Vertrauen schenken zu üben.
Danke Frau Dr.Schweizer, dass Sie mir am Anfang der Schwangerschaft geholfen haben!!!!!!!! Und danke, dass Sie auch immer Zeit gefunden haben meine Emails zu beantworten.
Mögen viele weitere Wunschbabies den Weg zu all den Frauen finden, die sich so sehr wünschen Mutter zu werden!!!
Ich drücke Euch alle Daumen!
mein Beitrag wird etwas länger ausfallen.
Die Kurzfassung vorweg:
1. Man kann auch in einem verkürzten Zyklus mit Schmierblutungen schwanger werden.
2. Spermiogramme sind nicht immer aussagekräftig.
2016 wurde ich recht schnell und absolut gewollt schwanger. In der 8.Ssw bin ich nachts im Bad ohnmächtig geworden und bin auf dem Boden wieder zu mir gekommen. Bis auf kleine Blutergüsse und etwas Rückenschmerzen ging es mir gut. Dennoch rief ich am nächsten Morgen meinen Frauenarzt an, der mir riet, mich im Krankenhaus vorzustellen.
Bin also in die Notaufnahme, es wurde Ultraschall gemacht, das Herzchen schlug - alles ok.
Ich wurde gefragt, ob ich noch stationär eine Nacht im Krankenhaus bleiben möchte, verneinte aber und ging stattdessen arbeiten.
Auf dem Weg vom Krankenhaus rief mich eine Kollegin auf dem Handy an, kritisierte mich und meine Arbeitsleistung und gab mir diverse "gut gemeinte Ratschläge". Ich war zu der Zeit nach langer mehrjähriger nervenzehrender Anspannungsphase auf der Arbeit tatsächlich sehr dünnhäutig geworden. Ich hatte immer wieder viel inneren Stress, häufig Durchfall und meine Leistung war mal gut, mal nicht.
Jedenfalls fühlte ich, wie während des Telefonats so etwas wie ein Gewicht/Stein/Kloß in meinem Bauch nach unten fiel. Wie bei einem Schock oder einer plötzlichen Angstsituation.
2 Wochen später wurde beim Routineultraschall festgestellt, dass das Herz nicht mehr schlägt und ich eine verhaltenen Fehlgeburt gehabt hatte. Die Größe des Babys entsprach damals etwa der 8.Ssw. In dieser 8.Woche muss also das traurige Ereignis passiert sein.
Ich werde nie wissen, ob es wirklich der Anruf war, der die Fehlgeburt ausgelöst hat.
Und ich weiß bis heute nicht, wie ich mit dieser Kollegin umgehen soll. Sie weiß nichts von dieser Geschichte und wir werden wohl noch etwa 15 Jahre zusammen arbeiten müssen...
Es folge eine Ausschabung, 3 Monate Pause und dann übten mein Partner und ich wieder.
Nach etwa 1 Jahr, bekamen wir eine Überweisung zum Kinderwunschzentrum.
Gerinnungswerte wurden auch geprüft. Alles ok.
Es wurde diverse Diagnostik durchgeführt: alles soweit unauffällig; Spermiogramm auch ok. Ein Parameter hätte besser sein können, aber da wir ja auch so schon schwanger geworden waren, übten wir erstmal weiter.
Ich hatte immer wieder mit kurzen Zyklen und Schmierblutungen zu tun. Das hat mich echt fertig gemacht. Kein Arzt konnte mir so richtig helfen. Und sowas ignorieren geht einfach nicht.
Du wartest auf das Ausbleiben der Periode, dann fängt diese Schmiererei an und Du wirst jeden Tag bei jedem Pinkeln auf der Toilette mehrfach daran erinnert, dass es wieder nicht geklappt hat. Zum heulen!
Einige Zeit später haben wir 3 Mal hormonell stimuliert. Beim letzten Versuch waren sogar 2 Eizellen herangereift. Brachte alles nix.
Danach brauchte ich erstmal Pause vom Kinderwunschzentrum.
Der Arzt dort empfahl mir zu diagnostischen Zwecken eine Eileiterspülung und Gebärmutterspiegelung. Ich hatte eine riesengroße Angst davor und wir übten erstmal wieder so weiter.
Der Schilddrüsenwert (TSH) war leicht erhöht (ca 3) und ich begann, L Thyrox zu nehmen, um den Wert auf 1 zu senken.
Ich war bei einer Ärztin, die alle 4 Wochen an der Dosis geschraubt hat. Der Wert sprang extrem hin und her. Als ich sie fragte, ob es vielleicht daran liegt, dass ich morgens oft Durchfall habe und die Tablette mir vielleicht zu schnell durchrutscht und ob wir die Dosierungen seltener (z.B. alle 6 - 8 Wochen) ändern könnten, wurde sie verärgert und empfahl mir, mir einen anderen Arzt zu suchen.
Das habe ich gemacht und ich habe angefangen, die Tablette nachts um 4h zu nehmen. So bleibt sie länger drin, bis ich morgens zur Toilette muss. Der neue Arzt verändert nun die Dosis seltener und ich habe nach einiger Zeit einen TSH um 1 erreicht.
Manchmal sollte man auf sein Bauchgefühl hören.
Ich bin alternativen Heilmethode auch immer offen gewesen und habe Folgendes ausprobiert:
- ich war bei verschiedenen Leuten zur Akupunktur
- Osteopathie
- Homöopathie
- Mönchspfeffer
- Vitamininfusionen
- ich war bei einer Heilerin
- ich habe extrem viele Blutwerte bestimmen lassen und habe auf ärztlichen Rat hin, extrem viele Nahrungsergänzungsmittel genommen
Mein Gedanke war dabei:
Wenn der Körper alle Nährstoffe hat, dann baut er sich gute Eizellen, dann ist auch die Gelbphase länger und dann schmiert es nicht und dann werde ich wieder schwanger.
- ich bekam eine Eiseninfusion (mehr Eisen = mehr Sauerstofftransport = bessere Eizellreifung?)
- Dorn Breuß Massagen
- ich habe sogar Geld an einen Fernheiler überwiesen (ja - so verzweifelt war ich)
- TCM Kräuter probiert
- Temperaturmethode/Zyklusmonitoring
- Ovulationstests
- Heilpraktiker
- Progesteron vaginal in 2.ZH genommen
- Ayurveda
- ich war beim Psychologen, weil ich die ganze Kinderwunschzeit irgendwann extrem belastend fand
- Ernährungsumstellung: Ich bin recht dünn und versuchte immer zuzunehmen. Ich dachte mir, dass ich durch die vielen (Stress?)Durchfälle auch bestimmt viele Nährstoffe verliere, die dann meinen Eizellen fehlen. Also las ich über 5 Elemente Ernährung, Blutgruppenernährung und probierte sogar Metabolic Balance aus (um zuzunehmen). Durch Metabolic Balance versprach ich mir einen Stoffwechselreset und eine gute Hormonproduktion durch stetigeren Blutzuckerspiegel.
Schade nur, dass ich dabei auch 2 kg verlor und irgendwann nur noch 49kg wog. Echt dünn.
Irgendwann stieß ich auf Frau Dr.Schweizer und besuchte einen Kinderwunsch-workshop.
Es hat mich etwas entspannt und ich habe mich darauf fokussiert, die Bedingungen für eine Schwangerschaft zu verbessern.
- ich nahm KFX
- ich kaufte eine TDP Lampe, um meinen Bauch und meine Füße vor dem Schlafen zu wärmen (quasi als Moxa Ersatz)
- ich fuhr 2 Stunden zu einem Arzt, der mir die Anwendung von Moortampons zeigte. Das Konzept mit den Moortampons klang für mich auch ganz interessant, aber ich bin mir nie sicher gewesen, ob diese Dinger auch wirklich warm genug waren. Selbst wenn ich sie im Ofen auf 50 Grad mit neuem Thermometer erwärmte, empfand ich sie beim Einführen als lauwarm
Ich habe Frau Dr. Schweizers Buch über IVF naturelle gelesen und mir eine Klinik gesucht (wieder 2h Fahrzeit) und mich dort vorgestellt.
Arztempfehlung dort: Lassen Sie aus diagnostischen Zwecken eine Bauchspiegelung machen. Und neues Spermiogramm.
Ich war monatelang verunsichert: Soll ich nun Gebärmutterspiegelung + Eileiterspülung machen oder gleich die Bauchspiegelung.
Irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich mich wieder in die Hände der Kinderwunschzentren begeben wollte.
Ich entschied mich für den kleineren Eingriff: Gebärmutterspiegelung + Eileiterspülung.
Alles war unauffällig.
Ich war erleichtert, aber auch etwas enttäuscht, da ich schon wieder ratlos war, woran es denn nun liegt.
Ich machte einen Termin im konventionellen Kiwu-zentrum und wollte mich dort dann zum Thema IVF und ICSI unterhalten.
Das wären dann die nächsten Schritte gewesen.
Ich telefonierte parallel auch mit dem Kiwu-zentrum, was IVF naturell anbietet. Dort war man enttäuscht, dass ich keine Bauchspiegelung habe machen lassen und außerdem hätte man die Spermien untersucht: sie seien doch nicht so gut und sie würden mir auch zu IVF raten, aber schon auch mit Hormongaben.
Kurz nach der Gebärmutterspiegelung verunglückte ein guter Bekannter von mir. Am Tag seiner Beerdigung war ich extrem traurig und bekam wieder Schmierblutungen.
Sie hörten wieder auf und begannen eine Woche später erneut.
Dann hörten sie für einen kurzen Moment wieder auf. Ich nahm allen Mut zusammen und machte einen Schwangerschaftstest: er war positiv!
Ich war völlig perplex und hatte mir immer geschworen, dass ich beim nächsten Mal noch besser auf das Kind Acht geben würde.
Es war Feiertag und ich musste noch zur Arbeit. Stattdessen fuhr ich völlig ängstlich ins Krankenhaus und ließ mich krankschreiben. Ich war auch fix und fertig vor Sorge und Hoffnung.
Am gleichen Tag des Schwangerschaftstests bekam ich nachmittags erneut Schmierblutungen. Die Angst war groß. Ich rief im Kiwu-zentrum an und fragte, ob ich vielleicht die Progesterontabletten nehmen könne (ich hatte noch welche von den Stimulationen übrig).
Gleichzeitig meldete ich mich bei Ihnen - Frau Dr. Schweizer.
Sie hatten dann sehr schnell einen Termin für mich frei. Sie gaben mir Mut und Hoffnung für den Neustart und Sie haben mir Zeit und Ruhe für meine Nerven geschenkt: durch ein zeitlich beschränktes Beschäftigungsverbot. Ich erinnere mich noch, wie ich auf Ihrer Liege liege und meine Hände auf meinem Bauch sind und sie zu mir reden, dass das Baby jetzt da ist und dass ich ihm vertrauen kann.
Da ich so viel freie Zeit hatte, konnte ich mich völlig auf das Baby konzentrieren. Ich schlief stundenlang, schrieb dem Baby täglich Briefe und bedankte mich bei ihm, ich kochte 3 Mal am Tag warm und aß in Ruhe, ich malte Mandalas, die Einnistungsmotive zeigten, usw.
Ich vertiefte die Verbindung.
Eine Woche später war ich beim Arzt und prallte dort auf etwas andere Sichtweisen.
"Wir sollten jetzt (5.Ssw) schon einen Ultraschall machen. Falls es eine Eileiterschwangerschaft ist, könnten Sie morgen tot sein."
Ich habe Ultraschall machen lassen. Alles war am rechten Fleck. Und danach habe ich mir Vorwürfe gemacht, ich könnte dem Baby mit Ultraschall geschadet haben. Überhaupt waren diese Arzttermine immer der totale Stress für mich, weil ich immer Angst vor Allem hatte.
Es folgte eine wunderschöne, völlig komplikationsfreie aber absolut angstbesetzte Schwangerschaft.
Ich nahm 12 Wochen lang Progesteron weiter ein. Ich nahm auch die von Frau Dr. Schweizer verschriebenen Kräuter und die Phytohormonlotion. Ich hatte Angst, Progesteron abzusetzten, aber die Schwangerschaft blieb intakt.
Ich traf die erste Hebamme zum Vorgespräch. Als sie sah, dass ich TCM Kräuter nehme, hat sie mich verunsichert. Ob ich denn wisse, was da alles reingepanscht würde, usw. Sie suchte das Weite von mir.
Verunsichert nahm ich die Kräuter weiter.
Ich ging zur psychosomatischen Gynäkologin.
Den Termin hatte ich wegen Kinderwunsch schon lange abgemacht und musste lange darauf warten.
Aber auch schwanger durfte ich dort hingehen und wurde dort sehr gut betreut. Die Ärztin hat es absolut befürwortet, dass mein Beschäftigungsverbot verlängert wird und mir so wieder viel Ruhe verschafft.
Ins normale Kinderwunschzentrum bin ich noch zum Termin gegangen und hatte das 1. Ultraschallbild in der Hand. Der Arzt gratulierte mir. Erklären konnte er sich das nicht. Als ich ihn fragte, ob er mir denn auch mein Beschäftigungsverbot verlängern würde, verneinte er. Er sehe dazu keinen Grund. Seiner Meinung nach gibt es keinen Job, der sowas braucht......
Das finde ich sehr traurig.
Ich habe einen Vortrag eines Pränatalpsychologen besucht und es macht sehr wohl einen Unterschied, was die Mutter während einer Schwangerschaft erlebt und wie die nachfolgende Generation geboren wird. Als der Pränatalpsychologe von seinen Fällen berichtete, standen mir echt die Haare zu Berge. Die kleinen zauberhaften Wesen im Mutterleib bekommen schon alles mit.
Er plädierte sogar dafür, dass jede werdende Mutter finanzielle Zuwendung vom Staat verdiene, um sich etwas Gutes zu tun und somit auch dem neuen kommenden Erdenbürger.
Mittlerweile denke ich auch, dass jeden werdende Mutter, absoluten Schutz vor Stress und jedweder anderer Belastung erhalten sollte. Das neue Leben ist das Kostbarste, was es gibt.
Der Kinderwunscharzt, der sich vielleicht denkt: naja - wenn es wieder nicht klappt, dann baue ich halt einen neuen Menschen im Reagenzglas zusammen, sieht es wohl anders.
Ich suchte mir eine Hebamme, die auch Vorsorge anbietet und ging im Wechsel zu ihr und zum Arzt.
Der Arzt fand das gar nicht gut. Er wolle mich schließlich so oft sehen, wie er möchte um sich gut zu fühlen.
Halloo???? Ich bin diejenige, die sich wohlfühlen soll!
Ich besuchte diverse Kurse und Vorträge im Geburtshäusern, hatte viel Kontakt zu Hebammen und das Vertrauen wuchs langsam ein klein wenig weiter.
Ich ging zu Vorträgen von Greenbirth und lernte viele interessante Frauen und Geschichten kennen. Eine Frau hatte sogar mal eine geführte Seelenreise zu ihrer Gebärmutter gemacht und danach ein weiteres Kind natürlich entbunden (die Ärzte hatten ihr Angst gemacht, dass die Naht nach mehreren Kaiserschnitten und ihrem Alter einer weiteren Ss nicht standhalten würde).
Ich war weiterhin total skeptisch Ärzten gegenüber. Dann hörte ich auch noch von dem Verbot von Wunschultraschall ab 2021 und war wieder skeptisch jedem Ultraschall gegenüber.
Ich habe kein einziges CTG in der Ss schreiben lassen. Erst bei der Geburt wurde es zum ersten Mal eingesetzt.
Beim Frauenarzt bieten sie es schon ab der 28.Ssw regelmäßig an.
Ich informierte mich über natürliche Geburt und bekam also kürzlich unser absolutes Wunschbaby ganz natürlich bei einer hebammengeleiteten Geburt in einer Klinik. Das Baby ist sehr entspannt und wir sind so unendlich dankbar über dieses große Geschenk.
Ich bin also in dem Zyklus der Gebärmutterspiegelung spontan schwanger geworden. Trotz Schmierblutung. Trotz irgendwelchen Spermiogrammwerten.
Unser Wunderbaby ist nun bei uns und ich staune jeden Tag darüber.
Ich bin weiterhin sehr skeptisch Ärzten gegenüber und versuche mich im Vertrauen schenken zu üben.
Danke Frau Dr.Schweizer, dass Sie mir am Anfang der Schwangerschaft geholfen haben!!!!!!!! Und danke, dass Sie auch immer Zeit gefunden haben meine Emails zu beantworten.
Mögen viele weitere Wunschbabies den Weg zu all den Frauen finden, die sich so sehr wünschen Mutter zu werden!!!
Ich drücke Euch alle Daumen!