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eine weitere Teilnehmerin vom 1. Kinderwunsch-Workshop 2018 eine weitere Teilnehmerin vom 1. Kinderwunsch-Workshop 2018 schrieb am 29. Dezember 2019 um 23:18
Liebe Familien mit Kinderwunsch, liebe Frau Dr. Schweizer-Arau!

Über Buchrecherchen im Internet bin ich im August 2017 zufällig auf das Buch von Frau Dr. Schweizer-Arau „Der sanfte Weg zum Wunschkind“ gestoßen. Es machte mir in einer sehr schwierigen Zeit wieder Hoffnung, dass unser Traum vom eigenen Kind vielleicht doch noch Wirklichkeit werden könnte. Es war genau zu der Zeit, als die Repro-Medizin bei unserem Kinderwunsch an ihre Grenzen stieß. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich von der im Buch beschriebenen, weitestgehend natürlichen Behandlungsmethode – der „ICSI naturelle“, noch nichts gehört. Es kam mir vor, als öffne sich damit für uns – genau in dem Moment, als sich sinnbildlich die eine Tür geschlossen hatte – eine neue. Vielen Dank, liebe Frau Dr. Schweizer-Arau, dass Sie dieses Buch geschrieben haben und herzlichen Dank außerdem für Ihre Hilfe und Unterstützung in der letzten Phase unserer Kinderwunschzeit ab Herbst 2017 bzw. während meiner Schwangerschaft in 2018!

Ich möchte im Folgenden unsere langjährige Kinderwunschzeit beschreiben und damit v. a. all jenen wieder neue Hoffnung und Zuversicht geben, bei denen das Wunschkind schon längere Zeit auf sich warten lässt.

5 ½ Jahre lang hatten mein Mann und ich (jetzt 48 und 42 Jahre) einen sehr großen Kinderwunsch. Dabei schienen die Voraussetzungen perfekt zu sein, um eine Familie zu gründen. Aber der Kindersegen wollte sich bei uns einfach nicht einstellen. Von Natur aus sind wir beide grundsätzlich optimistische und zuversichtliche Menschen. Während der langen Kinderwunschzeit hatte dieser Optimismus jedoch stark gelitten. Unsere Beziehung ist glücklicherweise in dieser Zeit noch stärker geworden. Es gab viele emotionalen Hochs und Tiefs, die besonders für mich sehr anstrengend und kräfte-zehrend waren. Die Zuversicht und Gelassenheit ganz am Anfang ist zunehmend innerer Ruhelosigkeit und einem seelischen Ungleichgewicht gewichen. Im Juli 2017 waren wir an einem entscheidenden Punkt angelangt, denn die medizinischen Möglichkeiten waren für uns, nach Aussage der Ärzte der „herkömmlichen“ Reproduktionsmedizin, ausgeschöpft. Ein sehr niederschmetternder Moment nach all den Jahren der Anstrengung und Hoffnung. Was auch immer wir bisher unternommen hatten, es führte nicht zum ersehnten Ziel, ein Baby in den Armen zu halten. Trotz der Diagnose „unfruchtbar“ und der empfohlenen Optionen Eizellspende im Ausland oder Adoption, die für uns nicht in Frage kamen, waren wir irgendwie tief in unserem Inneren trotzdem der Überzeugung, dass ein eigenes Kind auch für uns (noch) möglich sein kann. Vielleicht fehlte bisher „einfach nur“ der entscheidende Impuls…

Völlig gelassen sind wir anfangs, im Sommer 2012, für ungefähr ein Jahr an die Kinderplanung herangegangen. Unterstützt habe ich dabei ab und zu mit verschiedenen Sorten Zyklustee. Im Februar 2013 bin ich spontan schwanger geworden. Es war zu einem Zeitpunkt, als ich meinen Zyklus einmal völlig außer Acht gelassen hatte und irgendwann das Gefühl hatte, dass meine Regel überfällig war. Leider endete die Schwangerschaft in der 6. Woche so überraschend, wie sie begann, und zwar gerade an dem Tag, als ich sie bei meiner Gynäkologin per Ultraschall bestätigen lassen wollte. Man sah bereits ganz deutlich den kleinen Dottersack, aber die sehr schmerzhafte Blutung war bereits im Gange und läutete damit für uns das erste traurige Ereignis auf unserem Kinderwunsch-Weg ein. Alsbald begann ich, mir Rat bei meiner Frauenärztin einzuholen, schließlich „tickte“ mit damals 35 Jahren inzwischen meine biologische Uhr. Sie unterstützte unseren Kinderwunsch und verschrieb mir Clomifen über ein paar Monate. Leider ohne Erfolg.

Parallel dazu suchten wir eine Kinderwunschklinik in Berlin auf, um uns über weitere Möglichkeiten zu informieren. Diese Klinik wurde uns von einer Bekannten empfohlen, welche dort selbst zweimal erfolgreich behandelt wurde. Wir waren optimistisch, dass auch uns dort geholfen werden könnte. Doch unsere euphorischen Erwartungen wurden enttäuscht. Es fanden nur oberflächliche Untersuchungen statt und der mehrstündige Anfahrtsweg nach Arbeit, der dabei auch noch mitten ins Zentrum der verstopften Hauptstadt führte, stresste uns dabei immens. Ich kann mich nur an wenige Untersuchungs-Details aus dieser Zeit erinnern: mein AMH-Wert wurde bestimmt und 2 Spermiogramme im Abstand von 6 Monaten wurden angefertigt. Beides war für unser Alter in Ordnung, sodass uns noch keine konkreten Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen wurden. Wir wurden also an beiden Terminen „vertröstet“, es erst einmal weiter auf natürlichem Wege zu versuchen und wenn ich nach 6 Monaten noch immer nicht schwanger wäre, wiederzukommen.
Schlussendlich, nach einem Jahr erfolglosen „Probierens und Ausharrens“, was sehr unbefriedigend angesichts unseres fortschreitenden Alters war, beschlossen wir, uns eine andere Kinderwunschklinik zu suchen, die zudem einen deutlich kürzeren und stressfreieren Anfahrtsweg hatte. Um in der Zwischenzeit bis zum 1. Gesprächstermin nicht untätig zu sein, suchte ich mir parallel dazu in meiner Stadt einen Osteopathen, denn ich hatte von einer Bekannten gehört, dass eine Frau bereits nach ein paar wenigen Behandlungen schwanger wurde, die auch schon sehr lange einen Kinderwunsch hatte. Ich wurde 3 mal über einen Zeitraum von einem ¼ Jahr behandelt. Es konnten aber keine größeren Blockaden erkannt werden. Außerdem wurden von meiner Frauenärztin die Schilddrüsenwerte kontrolliert. Auch diese waren im „grünen Bereich“. Einen weiteren „Durchbruch“ erhoffte ich mir von einem empfohlenen Heilpraktiker, der auf Hypnose spezialisiert war. Vielleicht hatte ich ja eine innere Blockade, die nur entdeckt und gelöst werden müsste?! Bevor wir soviel Geld für die künstlichen Befruchtungen ausgeben würden – von den körperlichen und seelischen Strapazen einmal ganz abgesehen – wollten wir vorerst nichts unversucht lassen, um uns diesen Weg zu ersparen. Letztendlich war ich bei diesem Heilpraktiker fast ein Jahr lang in Behandlung, was mit der Zeit natürlich ebenfalls recht teuer wurde. Die Behandlung an sich brachte mir zwar einige neue Erkenntnisse, uns allerdings unserem Kinderwunsch nicht näher.

Zurück zur 2. Kinderwunschklinik: Im April 2014 fand dort eine Informationsveranstaltung statt, an der wir teilnahmen. Hier wurde uns ausführlich der medizinische Ablauf einer künstlichen Befruchtung erklärt. Das nahm v. a. mir zahlreiche Vorurteile und damit verbundene Ängste. Nur die Follikel-Punktion in Vollnarkose war für mich nach wie vor furcht-einflößend, denn ich hatte bisher noch nie eine Vollnarkose erhalten. Nach der Veranstaltung hatten wir das Gefühl, in dieser Klinik deutlich besser aufgehoben zu sein, als in der Berliner Kinderwunschklinik. Wir waren voller Hoffnung, dass uns nun endlich konkret geholfen werden könnte. Einen individuellen Beratungs- und Untersuchungstermin erhielten wir für Juni, 2 Monate später. Doch auch hier hatten wir uns deutlich mehr Hilfe versprochen: Neben einem zwar recht ausführlichen Aufnahmegespräch wurde bei mir jedoch nur eine kurze routinemäßige Gyn-Untersuchung durchgeführt, die keine Auffälligkeiten zeigte. Die Durchlässigkeit der Eileiter würde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, sagte man uns. Von meinem Mann wurde ein Spermiogramm angefertigt, welches aber zu unserer Bestürzung äußerst schlecht ausfiel. Auch hier sollten wir uns nach weiteren 3 Monaten erneut vorstellen, in der Hoffnung, dass sich die Spermienqualität verbessern würde. Mittlerweile war unsere Geduld wegen der monatelangen Warterei auf eine harte Probe gestellt und es stellte sich ein gewisser Frust ein, da irgendwie nichts passierte. Ich ging inzwischen deutlich auf die 40 zu und auch diese Kinderwunschklinik schien sich mit konkreten Behandlungsmethoden alle Zeit der Welt zu lassen. Oder waren wir zu blauäugig und ungeduldig an die ganze Sache herangegangen?! Noch einmal warteten wir auch diese „Regenerationszeit“ ab und hatten Ende August 2014 endlich den nächsten Gesprächstermin. Ein weiteres Spermiogramm wurde erstellt, welches zu unserem Entsetzen noch schlechtere Werte hervorbrachte! Fassungslos über dieses Resultat holten wir uns kurze Zeit darauf eine 2. Meinung bei einem Andrologen in unserer Stadt ein. Diese Untersuchung ergab glücklicherweise, dass organisch bei meinem Mann alles in Ordnung ist. Auch das Spermiogramm hatte deutlich bessere Werte, als die beiden von der Kinderwunschklinik. Dennoch riet uns der Arzt zu einer IVF-Behandlung. Er empfahl uns jedoch, diese in einer Kinderwunschklinik durchzuführen, mit der er zusammenarbeitet. Diese lag zudem sogar noch näher an unserer Stadt, was den Aufwand für die Anfahrt noch weiter reduzieren würde. Also wechselten wir zum 3. Mal die Kinderwunschklinik und erhielten schließlich im Dezember 2014 einen Gesprächs- und Untersuchungstermin, für den sich die Ärztin außerordentlich viel Zeit nahm. Wir fühlten uns sofort ernst genommen und in guten Händen. Sie hatte sofort einen konkreten Untersuchungs- und Behandlungsfahrplan. Endlich konnten „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden! Zum ersten Mal wurde ich ausführlich untersucht und dabei wurde ein Septum in der Gebärmutter festgestellt. Das genaue Ausmaß des Septums sollte im Februar 2015 mittels einer Bauchspiegelung geklärt werden. Es führte zu dem Ergebnis, dass es eine besonders ausgeprägte Form war, die die Gebärmutter fast zweiteilte, was wiederum die Einnistung und Entwicklung eines Embryos schwer bis unmöglich macht. Außerdem konnten einige Herde von Endometriose entdeckt und sogleich entfernt werden. Wir schlugen also gleich „mehrere Fliegen mit einer Klappe“: ich hatte endlich eine Ursache und Lösung für meine bisher starken Regelbeschwerden und außerdem einige mögliche Ursachen für die bis dato ungewollte Kinderlosigkeit gefunden! Bei einer weiteren Untersuchung wurde auch die Durchlässigkeit der Eileiter untersucht. Sie war glücklicherweise beidseitig uneingeschränkt gewährleistet. Außerdem wurde ich aufgrund meines Alters und der Fehlgeburt vom Februar 2013 zur Humangenetik überwiesen. Das Ergebnis des Gutachtens lautete: alles in Ordnung.

Bevor weitere Behandlungsschritte in der Kinderwunschklinik in Angriff genommen werden konnten, wurde ich zur Septum-Entfernung in eine Spezialklinik nach Hamburg überwiesen, wo der ambulante Eingriff im April 2015 erfolgte. Die Operation verlief problemlos. Ich wurde von den Ärzten mit den Worten entlassen, dass einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege nun nichts mehr im Wege stehen sollte. Welch gute Botschaft!!

Nachdem die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kinderwunsch-Behandlung nun endlich geschaffen waren, begannen wir Ende April 2015 voller Enthusiasmus mit konkreten Behandlungsmaßnahmen in der Kinderwunschklinik, so wie wir es damals beim Erstgespräch besprochen hatten. Zuerst hormonelle Stimulationen mittels „low-dose FSH“ zur Zyklusregulation im April, Mai, August, September, Oktober, November 2015 mit einem Hormonpräparat. Hinzu kam im August und Oktober jeweils unterstützend noch ein 2. Hormonpräparat. Nebenwirkungen spürte ich zum Glück dabei keine. Leider trat bei diesen niedrig-dosierten Stimulationen aber keine Schwangerschaft ein, sodass uns im nächsten Schritt zur Insemination geraten wurde. Da wir noch nicht verheiratet waren, bedeutete das für uns, die nicht unerheblichen Kosten der Inseminationen selbst zu zahlen. Doch jedem neuen Behandlungsschritt wohnt immer ein gewisser Zauber inne, der natürlich an die Hoffnung geknüpft ist, das dies nun den gewünschten Erfolg bringt. Die Inseminationen erfolgten im November 2015 sowie im Januar, Februar, März und April 2016, wobei die Versuche im Februar und März abgebrochen wurden, weil mein Körper auf die Stimulationen zu wenig ansprach und sich die Follikel nur unzureichend entwickelten. In dieser Zeit wurde zusätzlich untersucht, ob bei mir womöglich ein PCO-Syndrom bzw. eine Insulinresistenz vorlägen. Beide Tests fielen negativ aus. Nach diesen erfolglosen Inseminationen war jedoch unsere Hoffnung, nicht bis zur letzten Behandlungsoption – sprich: der ICSI – gehen zu müssen, gänzlich dahin. Bei allem, was wir über mögliche Nebenwirkungen diesbezüglich gehört hatten, wollten wir diese Behandlungsform noch immer möglichst vermeiden. Aber uns war inzwischen auch bewusst, dass dieser Schritt unumgänglich sein würde. Zuerst folgte etwas, was ohnehin geplant war, aber nun auch unter finanziellem Aspekt bedeutsam wurde: unsere Hochzeit. Diese lenkte uns durch die umfangreichen Vorbereitungen nicht nur vom Kinderwunsch-Thema ab und brachte wieder Romantik in unsere Beziehung, sondern würde auch die sonst zusätzliche finanzielle Mehrbelastung durch die ICSI überschaubar halten. Außerdem rannte uns, im wahrsten Sinne des Wortes, die Zeit davon, denn ich war fast 39 und bis zum 40. Lebensjahr konnten wir mit finanzieller Unterstützung seitens des Staates rechnen. Und das alles nur, weil 2 kostbare (Behandlungs-) Jahre verloren gingen, bedingt durch die vielen, unserer Meinung nach, unnötigen Wartezeiten bei den anderen beiden Kinderwunschkliniken. Nach einer wunderbaren Hochzeit war der Weg schließlich frei für die 1. ICSI, die – unserem damaligen Wissen nach – letzte mögliche Behandlungsform bei unerfülltem Kinderwunsch, an die wir nun all unsere Hoffnungen knüpften. Sie wurde im September 2016 durchgeführt. Wir waren sehr optimistisch und zuversichtlich herangegangen und diese ICSI war, zu unserer großen Freude, auf Anhieb erfolgreich! Zwar war anfangs der HCG-Wert etwas grenzwertig, wie uns gesagt wurde, aber der Wert würde schon noch in Schwung kommen, meinte die Ärztin. Ich war endlich schwanger und überglücklich! Endorphine pur!! Mein Körper „steckte“ die hohen Hormondosen problemlos weg und sprach auf die Hormonstimulation sehr gut an. Natürlich nahm der Druck in den Eierstöcken deutlich spürbar zu, als der Eisprung unmittelbar bevorstand, aber es war alles erträglich. Dennoch gab es eine Herausforderung: ich musste mir an mehreren Tagen Zeitfenster für die Blut- und Ultraschall-Untersuchungen organisieren, jedoch sollte von der Kinderwunschbehandlung keiner meiner Arbeitskollegen etwas wissen. Die Behandlung musste bis zur Follikel-Punktion quasi „so nebenbei“ mitlaufen, was sehr nervaufreibend war - und das in einer Phase, in der man ja eigentlich entspannt sein sollte. Meine Schwangerschaft lies mich nun aber auf „Wolke 7“ schweben. 9 Eizellen konnten bei der Punktion unter Vollnarkose, vor der ich völlig unnötig Angst gehabt hatte, gewonnen werden, von denen sich 4 befruchten ließen. Für meine Altersgruppe war das super. Wir waren begeistert. Jedoch „nur“ 2 eigneten sich letztendlich für den Embryotransfer, der am 2. Tag stattfand. Für die Kryokonservierung blieb nichts übrig. Leider fand unsere Freude in der 8. SSW ein jähes Ende: bei der Ultraschall-Untersuchung wurde eine ausbleibende Fehlgeburt diagnostiziert. Welch Schock! Zum Glück war mein Mann an diesem Tag bei der Untersuchung mit dabei, denn eigentlich hatten wir an diesem Tag erwartet, die Herzaktivität zum ersten Mal zu sehen. Ich fühlte mich wie im verkehrten Film. Das „Kartenhaus der guten Hoffnung“ fiel plötzlich in sich zusammen. Von himmelhoch jauchzend fiel ich nun ins andere Extrem. Noch bevor ich die Situation auf der Behandlungsliege richtig begreifen konnte, wurde mir geraten, umgehend eine Ausschabung vornehmen zu lassen, um nach Möglichkeit zytogenetisches Material zu gewinnen, das wiederum Aufschluss über die Ursache der Fehlgeburt geben könnte. 2 Tage später fand die Ausschabung statt. Es war eines der schwärzesten Tage meines Lebens. Den Eingriff an sich, welcher von meiner Kinderwunschärztin selbst durchgeführt wurde, habe ich erfreulicherweise körperlich gut überstanden. Seelisch hat er jedoch viel Trauer über diesen Verlust und diverse Ängste hinterlassen. Die Ärztin riet mir, bis zum nächsten Versuch zwei reguläre Zyklen abzuwarten, was bedeutete, dass ich bis Januar 2017 warten musste. Auf der einen Seite brauchte ich diese Zeit dringend, um mich vor allem psychisch von diesem Ereignis zu erholen, auf der anderen Seite hätte ich aber am liebsten sogleich den nächsten Versuch in Angriff genommen. Diese Warterei war für mich inzwischen unerträglich geworden. Sie wurde u. a. begleitet von dem bitteren Empfinden, als Frau versagt zu haben, denn schwanger zu werden und zu bleiben, ist doch „eigentlich“ die natürlichste Sache der Welt, sonst wäre die Menschheit doch schon längst ausgestorben!! Warum sollte gerade ich dazu nicht in der Lage sein!? Viele Fragen beschäftigten mich in den nächsten Wochen. Antworten fand ich aber nur wenige. Um aktiv aus dieser seelischen Schieflage herauszukommen, suchte ich mir psychologische Unterstützung und wurde außerdem von meiner Frauenärztin sehr unterstützt. Das zytogenetische Gutachten zur Abortdiagnostik ergab als Ursache für die Fehlgeburt eine Chromosomenveränderung. Für folgende Schwangerschaften ergab sich aus dem Befund zum Glück aber keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das abermalige Auftreten einer solchen. Bis zur 2. ICSI Mitte Januar 2017 versuchte ich mich neben der psychologischen Unterstützung zusätzlich mit Fruchtbarkeitsyoga zu stabilisieren. Ich besuchte außerdem einen Volkshochschulkurs, um das Autogene Training zu erlernen und zog mich sehr zurück. Ich fühlte mich in diesen Wochen ständig äußerst erschöpft und müde. Auch mein Immunsystem, welches normalerweise bestens funktioniert, war ziemlich labil. Ständig hatte ich mit Erkältungen zu kämpfen. Doch ich freute mich auf den 2. Versuch. Der 1. Versuch fing ja so Erfolg versprechend an, daran ließe sich nun sicher anknüpfen. Auch die Kinderwunsch-Ärztin war sehr zuversichtlich. Mein Körper sprach auch diesmal auf die Medikamente wieder sehr gut an & ich spürte kaum körperliche Beschwerden. Wir machten alles genauso wie beim 1. Versuch. Bei der Punktion konnten allerdings „nur noch“ 5 Eizellen gewonnen werden, jedoch kam es zu unserer großen Enttäuschung zu keinem Embryotransfer – es fand keine Befruchtung statt! Mit solch einer Variante hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! Wieder weitere Wochen warten zu müssen, sich gewissermaßen wieder „ganz hinten in der Reihe anstellen zu müssen“, obwohl das Glück gerade noch so greifbar nah zu sein schien, war für mich unerträglich. So langsam desillusionierten sich meine bzw. unsere Erwartungen in die anfangs so vielversprechende ICSI-Behandlung. Uns wurde klar: soviel auch heutzutage in puncto Repro-Medizin möglich ist, hat doch letztendlich „die Natur das letzte Wort“. Der misslungene 2. Versuch hatte meinem zaghaft aufgebauten Optimismus seit der Ausschabung nun erneut einen herben Schlag versetzt. Ich hatte zwar versucht, mich für diesen Versuch physisch und psychisch optimal vorzubereiten. Jetzt kam ich aber zu der Erkenntnis, dass man bestimmte Kriterien, in diesem Fall die Qualität der Eizellen, selbst mit der besten Vorbereitung nicht wirklich beeinflussen kann. In Frau Dr. Schweizer-Araus anfangs erwähnten Buch habe ich dafür inzwischen eine mögliche Erklärung gefunden: Wahrscheinlich liegt es an den hohen Hormondosen, dass die Eizellenqualität so zu wünschen übrig lässt. Zu diesem Zeitpunkt war mein schwacher Trost, dass es wieder eine „Laune der Natur“ gewesen war. Aber noch wollten wir natürlich nicht aufgeben. Wir hatten ja zum Glück noch 2 weitere Versuche. Negative Gedanken konnte ich für den 3. Versuch, der 6 Wochen später stattfinden sollte, d. h. Mitte März 2017, nun gerade gar nicht gebrauchen. Ich war mittlerweile allerdings ziemlich verunsichert und wusste nicht recht, was ich selbst aktiv zum Erfolg des 3. Versuches beitragen konnte. Sich eingestehen zu müssen, dass man beim Kinderwunsch mit Fleiß, Ehrgeiz und positiven Gedanken nicht zwangsläufig zum Erfolg kommt, war für mich eine weitere schwer zu akzeptierende Erkenntnis. Trotzdem schaffte ich es irgendwie, mich wieder halbwegs ins Gleichgewicht zu bringen, was in der kalten, tristen Jahreszeit gar nicht so einfach war. Aber der Frühling nahte und damit auch Wärme und Optimismus. Wichtig war zudem, dass wir uns in der Kinderwunschklinik gut aufgehoben fühlten. Mittlerweile war das Kinderwunschteam wie zu einer kleinen „Familie“ für mich geworden. Ich gehörte nach inzwischen über 2 Jahren Behandlungszeit (leider) inzwischen schon fast zum „Inventar“. Bei jedem Versuch fieberte das gesamte Team mit. Meine Gynäkologin ermittelte im Februar 2017 erneut meinen aktuellen AMH-Wert. Dieser war inzwischen altersbedingt zwar etwas gesunken, aber es war trotzdem ein zufrieden-stellendes Ergebnis. Meine Kinderwunsch-Ärztin verschrieb mir bei diesem Versuch zusätzlich zu den bisherigen Medikamenten noch ein weiteres Hormonpräparat, welches in der Klinik als „Porsche“ unter den Medikamenten galt. Ein zusätzlicher Hoffnungsschimmer – bestenfalls „das Zünglein an der Waage“?! Wieder setzten wir all unsere Hoffnung darauf. Wie bisher, sprach auch diesmal mein Körper gut auf die Stimulation an. Bei der Punktion konnten aber „lediglich“ 4 Eizellen gewonnen werden, ich galt damit als „low responder“! Meine Nerven lagen blank! Mein Körper produzierte trotz sehr hoher Hormondosen immer weniger Eizellen! Und ich konnte nichts aktiv dagegen tun! Ich fieberte dem Tag entgegen, an dem ich erfahren sollte, ob der Embryotransfer stattfinden würde. Endlich grünes Licht: eine gute Embryozelle! Ich war durchaus glücklich über dieses Ergebnis, denn in aller Regel ist es ja auf natürlichem Wege auch nur EINE Eizelle, die befruchtet wird. Warum sollte ich also damit kein Glück haben?! Während dieser und all der vorangegangenen Versuche stellte ich mir jeden Behandlungsschritt so fantastisch und großartig wie möglich mittels positiver Affirmationen und Visualisierungen vor. Ich nahm zudem an einem Wochenendkurs für Atemtechnik und Achtsamkeit teil, um Teile der Übungen künftig in meinen Alltag integrieren zu können. Zudem führte ich, wie bei jedem Versuch, Tagebuch und registrierte – wie bei den vorangegangenen Versuchen auch – jedes mögliche Anzeichen einer Schwangerschaft. Mir war natürlich klar, dass die vielen Medikamente die Empfindungen auch verfälschen könnten. Man konnte sich also nie wirklich sicher sein... Am „Tag X“, als der Blut-Schwangerschaftstest gemacht wurde, war ich davon überzeugt, schwanger zu sein. Doch Pustekuchen! Ich wurde mit einem nur leicht erhöhten HCG-Wert enttäuscht! Ich war sprachlos! Mir wurde erklärt, dass der HCG-Wert mind. bei 20 liegen sollte, um von einer Schwangerschaft sprechen zu können. Bei meinem Wert bestünde also keine Aussicht auf Erfolg. Das letzte Fünkchen Hoffnung für diesen Versuch erlosch schließlich, als sich im Laufe der nächsten Woche meine Blutung einstellte. Was war nur los?! War das vielleicht ein Zeichen der Natur?! Sollten wir es nun dabei belassen und die Dinge einfach akzeptieren? Schließlich ist jeder Versuch ein massiver Eingriff in die körperlichen Vorgänge. Mein Körper steckte zwar all die Hormondosen bis jetzt zum Glück problemlos weg, aber wie lange würde das gut gehen?! Nein, den letzten Versuch würden wir vor meinem 40. Geburtstag auf jeden Fall noch durchführen, soviel stand für uns beide fest! Aber ich musste wieder ins Gleichgewicht kommen. Psychologisch wurde ich weiterhin unterstützt, auch für alternative Behandlungsmethoden war ich offen. Ich trieb zudem viel Sport, achtete noch mehr als zuvor auf positive Gedanken sowie auf eine gesunde, eiweißreiche und ausgewogene Ernährung und trank täglich 3 – 4 l Wasser. Ich hatte nur ein Ziel: diesmal alles auf eine Karte zu setzen und endlich schwanger zu werden! Jetzt ging es um alles oder nichts! Positiv war zudem, dass es Sommer war. Bei unserer 1. ICSI ein Jahr zuvor war auch Sommer. Ich las entsprechend motivierende Bücher und lies mich von den aufgeführten Anregungen inspirieren. Ich wollte einfach keine Möglichkeit ungenutzt lassen, meinem Unterbewusstsein zu signalisieren, dass die Schwangerschaft bereits besteht, eben „so tun, als ob“ – positive Affirmationen. Endlich war es soweit! Kurz vor meinem 40. Geburtstag ging ich voller Zuversicht unseren letzten Versuch an. Diesmal wurde mir noch ein weiteres Hormon-Präparat verschrieben, die übrigen Hormone und Dosen waren genauso, wie beim 3. Versuch. Zum Glück sprach mein Körper auch diesmal wieder gut auf die Medikamente an und Nebenwirkungen hatte ich keine nennenswerten. Es wurden 5 Eizellen gewonnen. Und ich war überglücklich, zu erfahren, dass ich einen sehr guten 8-Zeller und einen sehr guten 9-Zeller am 3. Tag eingesetzt bekommen sollte! Was für ein Glück und Erfolg! Und was für ein erhebendes Gefühl, die Embryos schließlich „in Empfang nehmen“ zu dürfen! In solch einem Moment war ich immer durchflutet von Glückseligkeit, Hoffnung und Zuversicht. Jeder Zweifel und jede Angst ist plötzlich weg. Eigentlich kann es so einfach sein und doch ist mit einem Embryotransfer noch lange nichts entschieden. Es ist nur die erste entscheidende Hürde, die überwunden wurde. Das junge Leben ist zwar unglaublich robust - und trotzdem so zerbrechlich. Diesmal war auch mein Mann zum 1. Mal beim Embryotransfer mit dabei. Es folgten zwei Wochen des Wartens, des in-sich-Hineinhörens, des Spekulierens, der besonderen Schonung. Ich stellte sämtliche sportlichen Aktivitäten ein, um ja nichts zu riskieren. Ab der „3. SSW“ spürte ich täglich, dass sich in der Gebärmutter etwas regt. Da war wieder dieses Ziehen und es fühlte sich genauso an, wie vor einem Jahr! Und die Brüste spannten! Einen Tag vor dem geplanten Schwangerschaftstest bekam ich abends derartige Unterleibsbeschwerden, die sich kaum lokalisieren ließen, dass ich mich vor Schmerzen krümmte. Das Spannungsgefühl in den Brüsten war seit einigen Tagen verschwunden. Was hatte das zu bedeuten? Ich hatte ja noch nie eine intakte Schwangerschaft erlebt, was ist also in den ersten Wochen „normal“?! Erst 3 Stunden später ließen diese krampfartigen Schmerzen nach. Da sich aber keinerlei Blutung zeigte, war ich optimistisch, dass das ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen sein könnte. Trotzdem lagen meine Nerven blank und ich wartete ungeduldig auf den Nachmittag des nächsten Tages, an dem ich das Ergebnis endlich erfahren würde. Doch wieder: der HCG-Wert lag deutlich unter 20! Diesmal hatte ich die Kinderwunschärztin persönlich am Apparat und sie ermutigte mich, zuversichtlich zu bleiben – manchmal müssen Werte auch erst in Schwung kommen. Es sei schließlich der frühest-mögliche Zeitpunkt, um eine Schwangerschaft festzustellen. Ein klein wenig trösteten mich zwar ihre Worte, aber trotzdem verbrachte ich überwiegend traurig und resigniert die nächsten Tage. Als sich keine Anzeichen einer Blutung bemerkbar machten, schöpfte ich langsam etwas Mut, doch noch an das Wunder zu glauben. Ich spürte ja, dass mein Körper „kämpfte“. Nach einer Woche ging ich zu meiner Gynäkologin. Sie schaute per Ultraschall nach dem Rechten. Zu meinem Erstaunen sahen wir einen kleinen Dottersack! Wahnsinn, sollte ich wirklich diesmal Glück haben, sollten die HCG-Werte inzwischen tatsächlich in Schwung gekommen sein? Die Gebärmutterschleimhaut war optimal aufgebaut und zeigte keinerlei Anzeichen einer bevorstehenden Blutung! Also würde ich 2 Tage später doch in die Kinderwunschklinik zum Ultraschall fahren! Ich war beflügelt von diesem Gedanken… Doch bereits ein paar Stunden später begann plötzlich eine ganz leichte Blutung. Im Laufe des Nachmittages stellten sich diffuse Unterleibsschmerzen ein, die ich zuerst versuchte, zu ignorieren, da der Ultraschall ja eindeutig zeigte, dass alles in Ordnung sei. Zum Abend hin wurden die Schmerzen allerdings immer stärker, auch die Blutung war inzwischen nicht mehr zu ignorieren. Bald waren die Schmerzen zu Krämpfen geworden und ließen mich in der Nacht kaum zum Schlafen kommen. Die traurige Realität holte mich mit ihrer ganzen Wucht wieder ein. Und – anders als bei den anderen 3 Versuchen stand nun am Ende dieses Tunnels kein weiterer verheißungsvoller Versuch mehr in Aussicht…
Die nächsten Tage verbrachte ich damit, alles zu begreifen und ansatzweise zu verarbeiten. Unser Traum vom eigenen Kind war erneut in weite Ferne gerückt, diesmal vielleicht für immer?! Fragen über Fragen: Bin ich nun „austherapiert“? Müssen wir nun wirklich akzeptieren, dass wir zu den Paaren gehören, die nie eigene Kinder haben werden? Ein v. a. für mich unerträglicher und unvorstellbarer Gedanke! – Oder besteht vielleicht doch noch Hoffnung? Viele Fragen warteten auf eine Antwort, um wieder zur inneren Ruhe zu finden und um dem Leben wieder mit Freude zu begegnen – fern und unabhängig von Laborwerten, Behandlungsprotokollen und Hormon-Medikamenten. Denn es gab tatsächlich genügend Gründe dafür, dankbar zu sein, nämlich im Moment v. a. der, alle Behandlungsversuche körperlich ohne Nebenwirkungen bewältigt zu haben.


Auf der Suche nach einem Weg, um aus dieser seelischen Schieflage wieder herauszukommen, habe ich im Internet begonnen, zu recherchieren. Ich war mir sicher, irgendetwas würde ich finden, was uns unserem Kinderwunsch wieder näher bringen würde. Und hier schließt sich der Kreis zum Anfang meiner Geschichte: Ich stieß auf die Internetseite von Frau Dr. Schweizer-Arau und ihr Buch „Der sanfte Weg zum Wunschkind“ entfachte meine Hoffnung aufs Neue. Nachdem ich es verschlungen hatte, wusste ich: noch lange nicht waren alle Möglichkeiten ausgeschöpft, auch jenseits der „40“ nicht, denn gerade die chinesische Medizin (TCM) setzt dort an, wo die Schulmedizin aufgibt. Für mich öffnete sich in diesem Moment eine neue Tür! Frau Dr. Schweizer-Arau hat mir an vielen Stellen des Buches neuen Optimismus und neue Hoffnung gegeben, nicht zuletzt auch aufgrund der dort aufgeführten Berichte anderer Betroffener. Und die gesuchte Schlüsselerkenntnis war: ich erfuhr von einer besonderen Form der künstlichen Befruchtung, von der ich bisher noch nicht gehört hatte – eine, die im natürlichen Zyklus und ohne Narkose stattfindet. Sie ist somit körperschonender und erfolgsversprechender, als die herkömmlichen IVF-Behandlungen – und zudem auch preiswerter. Sofort erkundigte ich mich, wo so etwas durchgeführt wird.

Meine Recherche ergab eine Behandlungsmöglichkeit in Tschechien. Sogleich erfragte ich dort die Details und vereinbarte einen Beratungstermin. Überraschenderweise gab es keine Wartezeiten. Keine Woche später bekamen wir einen Termin. Wir konnten somit auch gleich im laufenden Zyklus in die Behandlung einsteigen, welch toller Zufall!! Doch unsere Euphorie bekam den ersten Dämpfer, als wir schließlich vor Ort waren. Mit einem Dolmetscher an unserer Seite war es im Sprechzimmer ein eigenartiges Gefühl, uns mit unserem jahrelangen Kinderwunsch und intimsten Details einem recht abwesend erscheinenden und emotionslos wirkenden Arzt anzuvertrauen, dessen Sprache man zudem nicht mächtig war. Das verstärkte unser ungutes Gefühl, nur eine Nummer im europäischen Kinderwunsch-Tourismus zu sein. Dennoch wollten wir, entgegen unseres Bauchgefühls, einen Versuch dort wagen. Das Zyklusmonitoring erfolgte über meine Gynäkologin, die Kommunikation mit der Klinik lief über mich. Somit war der logistische Aufwand überschaubar. Nur der eigentliche Eingriff fand in der tschechischen Kinderwunschklinik statt. Dieser Tag blieb uns ziemlich deprimierend in Erinnerung. Wir hätten besser auf unser Körpergefühl hören sollen. Der Eingriff an sich verlief zwar besser als gedacht, denn bei der Vorstellung, ohne Narkose punktiert zu werden, machte sich in mir eine gewisse Aufregung im Vorfeld breit. Es war aber alles halb so schlimm und der Eingriff war schnell überstanden. Das eigentlich Deprimierende kam jedoch danach, als mir mit einer unglaublichen Gleichgültigkeit das Ergebnis der Punktion im Fahrstuhl auf dem Weg zum Ausgang und nur auf meine Nachfrage hin, mitgeteilt wurde: der Follikel war offenbar leer gewesen. Eine Ärztin würde bei Bedarf per Email weitere Fragen beantworten. Mit dieser Aussage wurde ich im Ausgangsbereich der Klinik einfach stehengelassen. Es war eine Enttäuschung auf der ganzen Linie, auch für meinen Mann, der ähnlich gleichgültig behandelt wurde! Schlagartig war uns klar, dass wir in diese Klinik ganz bestimmt keinen Fuß mehr setzen würden. Eine weitere Erfahrung, die uns schlauer machte.


Wie ging es weiter? Durch Frau Dr. Schweizer-Araus Buch erfuhr ich einiges über die großartigen Möglichkeiten der TCM. Es machte mich neugierig, mehr über dieses Thema mit seinen komplexen Behandlungsmöglichkeiten bei Unfruchtbarkeit zu erfahren. Ich suchte mir einen TCM-Arzt in meiner Nähe, der mich mit Moxibustion und chinesischem Kräutertee behandelte und erhielt von meinem Hausarzt zudem mehrmals wöchentlich zielgerichtete Akupunktur. Außerdem ließ ich mich erneut osteopathisch behandeln und suchte einen Hypnotherapeuten auf.

Zudem erhielt ich von Frau Dr. Schweizer-Arau, zu der ich mittlerweile Kontakt aufgenommen hatte, die Empfehlung einer Kinderwunschklinik in Bayern, die sich auf die sogenannte „ICSI naturelle“ spezialisiert hatte. Schon der Internetauftritt dieser Klinik war sehr ansprechend. Der Chefarzt wirkte sympathisch und erklärte in verschiedenen Videos die einzelnen Behandlungsmöglichkeiten und -abläufe sehr genau. Ich hatte sofort das Gefühl, dort in guten Händen zu sein und besorgte mir sogleich einen Beratungstermin. Erwartungsgemäß war alles wieder mit einigen Wochen Wartezeit verbunden, aber das kam mir gerade recht. Ich brauchte dringend etwas Zeit zum Verarbeiten. Schließlich saß ich dem Chefarzt gegenüber. Er schaute sich meinen inzwischen dicken Ordner mit den bisherigen Behandlungen an. Trotzdem war er zuversichtlich, denn abgesehen davon, dass in meiner Altersklasse etwa 70% der Eizellen degeneriert seien, war mein Anti-Müller-Hormon-Wert noch sehr gut. Bei der anschließenden gynäkologischen Untersuchung stellte er fest, dass ich kurz vor einem Eisprung stand. Perfektes Timing, die Behandlung sofort zu beginnen. Auch bezüglich der langen Anfahrt, konnte der Zeitpunkt nicht besser sein. Er verschrieb mir die Eisprungsauslösungsspritze und nach dem Wochenende reiste ich mit meinem Mann an. Es erfolgte die Punktion, die in sehr angenehmer Atmosphäre, mit sehr sympathischem Personal und – zu meiner Überraschung – tatsächlich weitestgehend schmerzlos stattfand. Dadurch, dass ich alles über einen Monitor mitverfolgen konnte, war ich von dem medizinischen Eingriff sehr gut abgelenkt. Es war spannend, mit anzusehen, wie der Follikel punktiert und solange gespült wurde, bis die Eizelle schließlich gesichert werden konnte. Große Freude im Behandlungszimmer! Nun musste sich die Eizelle „nur“ noch befruchten lassen, dann wäre die Freude perfekt! Welch Glück: am nächsten Tag erhielten wir die wunderbare Nachricht, dass ich zum Embryotransfer kommen durfte! Mein Himmel hing voller Geigen. Ich machte die lange Reise zu einem Ausflug der besonderen Art und nahm meine beste Freundin mit. Es war auch für sie ein einzigartiges Erlebnis, den Embryotransfer über den Monitor mitzuverfolgen. Da war es plötzlich wieder, das erhebende Gefühl, ganz junges Leben in sich zu tragen. Die nächsten Tage vergingen wieder voller Spannung. Ich achtete auf jedes Anzeichen einer möglichen Schwangerschaft. Mittlerweile kannte ich so viele Varianten von beginnenden Schwangerschaften, dass ich versuchte, mich diesmal „einfach“ überraschen zu lassen und meinem Körper zu vertrauen. Das war natürlich leichter gesagt, als getan, je näher ich dem Tag des Schwangerschaftstests kam. Endlich war es soweit! Als ich das Ergebnis erfuhr, war ich völlig von den Socken: der HCG-Wert lag bei 188 und das hieß ganz eindeutig schwanger! Das war das beste HCG-Ergebnis, das ich je hatte und das im natürlichen Zyklus und obwohl ich körperlich diesmal in den letzten Tagen kaum etwas gespürt hatte! Fühlt sich so eine „normale“ Schwangerschaft an?? Obwohl in diesem Moment ganz viel Anspannung von mir abfiel, lies es sich nicht vermeiden, in den nächsten Tagen genau in meinem Körper hineinzuhorchen. Alles war so spannend und wunderbar. Ich versuchte, jedes Anzeichen zu deuten und aktivierte meine positiven Affirmationen erneut. Und ich versuchte, die traurigen Momente der vergangenen Monate von mir weit weg zu halten. Trotzdem würde ich erst richtig aufatmen können, wenn die bevorstehende Ultraschall-Untersuchung bei meiner Gynäkologin den Herzschlag zeigen würde. Die bisherigen Untersuchungen bestätigten, dass alles in bester Ordnung war und darüber war ich sehr glücklich. Die alles entscheidende Untersuchung holte mich allerdings abrupt auf den Boden der Tatsachen zurück: der erwartete Herzschlag war nicht eindeutig feststellbar. Wir wiederholten die Untersuchung ein paar Tage später noch einmal. Wieder stiegen Ängste in mir hoch. Erneut war alles komplett in Frage gestellt. Die körperlichen Anzeichen einer Schwangerschaft, die ich in den vergangenen Wochen gespürt hatte, waren seit der Diagnose irgendwie auch verschwunden, was meiner traurigen Vorahnung weitere Bestätigung gab. Meine Nerven lagen blank, als ich im Wartezimmer und bald darauf im Behandlungszimmer meiner Gynäkologin saß. Sie nahm sich viel Zeit für die Ultraschall-Untersuchung, ein Herzschlag war jedoch beim besten Willen nicht feststellbar. Diese Nicht-Feststellung beendete eine weitere so verheißungsvoll begonnene Schwangerschaft. Auch wenn der Verstand es noch nicht begreifen konnte, es war bereits traurige Tatsache. Schweren Herzens und völlig desillusioniert begann ich, mich um die Vorbereitungen für die Ausschabung zu kümmern, welche gleich nach dem Wochenende stattfand. Es konnte abermals zytogenetisches Material sichergestellt werden, um die Ursache zu klären. Bis zum Ergebnis musste ich mich allerdings einige Wochen in Geduld üben. Die kommenden Tage und v. a. das bevorstehende Weihnachtsfest 2017 waren von diesem traurigen Ereignis in der Familie überschattet. Ich versuchte, Trost in Büchern und im Gespräch mit Familie und Freunden zu finden, begann wieder, mich akupunktieren zu lassen, holte mir weitere Termine beim TCM-Spezialisten und beim Osteopathen. So niederschmetternd dieses Ereignis war, wir wollten uns trotzdem (noch) nicht von unserem Kinderwunsch abbringen lassen. Sobald es körperlich wieder möglich wäre, würde ich noch einen weiteren Versuch mit der „ICSI naturelle“ wagen und das war für diesen Moment mein Lichtblick.

2018 kam. Neues Jahr, neues Glück – so unser Motto. Zudem sollte Ende Januar bei Frau Dr. Schweizer-Arau der 1. Kinderwunsch-Workshop stattfinden. Die Themen zur Fruchtbarkeitssteigerung, v. a. aus der TCM, die ein ganzes Wochenende ausfüllen sollten, interessierten mich sehr. Auch wenn die Kosten nicht ganz unerheblich waren und es für mich eine Reise quer durch Deutschland bedeutete, überlegte ich nicht lange und buchte. Ich versprach mir sehr viel neues Wissen und neue Erkenntnisse sowie einen guten Gedankenaustausch mit den anderen Teilnehmerinnen. Und in der Tat war dieses Wochenende ein voller Erfolg. Nicht nur der Workshop, der in einem romantischen Schlosshotel am Starnberger See stattfand und somit einem Kurzurlaub gleichkam, auch viele meiner Wissenslücken wurden geschlossen und ich erhielt sehr viele neue Lösungsansätze – theoretisch wie praktisch. Frau Dr. Schweizer-Arau und Frau Dr. Engelhardt beantworteten alle Fragen sehr ausführlich. Außerdem blieb in den Pausen und am Abend genügend Zeit für Gespräche, sowohl mit den Kursleiterinnen, als auch mit den anderen Kinderwunsch-Frauen – Gesprächsstoff gab es schließlich genug – und auch jeden Grund zur Hoffnung! Das, was die anderen auf ihrem bisherigen Weg durchlebt haben, veränderte auch den Blick auf die eigene Situation. Zudem hatte ich das unglaubliche Glück, dass es erneut eine großartige Fügung gab: der Zeitpunkt des Workshops fiel perfekt zusammen mit dem 2. Behandlungsversuch der „ICSI naturelle“ in der bayrischen Kinderwunsch-Klinik und ersparte mir somit zusätzlichen Fahraufwand. Die Punktion erfolgte genau an meinem Anreisetag zum Workshop und die Kinderwunschklinik lag idealerweise genau auf meiner Wegstrecke. Und die Glückssträhne hielt weiter an: eine sehr gut entwickelte Eizelle konnte auch diesmal entnommen werden. Von diesem Erfolg beflügelt, startete ich in das Workshop-Wochenende. Der Zeit, die ich dort verbrachte, wohnte somit ein ganz besonderer Zauber inne. Verstärkt wurde dieses Glücksgefühl zudem durch die große Anteilnahme der anderen Kursteilnehmerinnen, als ich ihnen davon erzählte. Jede drückte mir die Daumen, dass ich bald den ersehnten Anruf mit der freudigen Nachricht erhalten würde, nämlich meine Rückreise mit dem Embryotransfer verbinden zu können. Und als die erwartete Nachricht dann tatsächlich auch kam, schwebte ich auf Wolke 7. Alles fühlte sich so stimmig an. Am Ende des Workshops bot mir Frau Dr. Schweizer-Arau an, mich am Morgen des nächsten Tages in Vorbereitung auf den Embryotransfer in ihrer Praxis am Ammersee behandeln zu lassen und außerdem Herzmusik für den Embryo aufzunehmen. Dieses Angebot nahm ich sofort sehr dankbar an. In der Zeit, während ich an einem speziellen Gerät angeschlossen war, welches meine Herztöne in wohltuende Herzmusik umwandelte, behandelte sie mich zudem mit Moxa-Stäbchen, um optimale Bedingungen für die Einnistung zu schaffen. Somit bestens vorbereitet, trat ich in freudiger Erwartung meine Rückreise mit Zwischenstopp beim Embryotransfer in der Kinderwunsch-Klinik an. Auch dieser Transfer war ein ganz besonderer Moment für mich und überglücklich bei dem Gedanken, endlich wieder einen kleinen Untermieter in meinem Bauch sitzen zu haben, trat ich schließlich meine restliche Heimreise an. Die nächsten 14 Tage verbrachte ich erneut in Ungewissheit und zwischen Hoffen und Bangen. Die Anspannung war natürlich groß, als der Tag des Schwangerschafts-Tests kam. Meinen körperlichen Empfindungen nach zu urteilen, hätte ich darauf wetten können, dass ich wieder einen hervorragenden HCG-Wert mitgeteilt bekommen würde, denn ich fühlte mich eindeutig schwanger. Aber leider war diesmal der Wunsch Vater des Gedanken, es gab keine nennenswerte Erhöhung des HCG-Wertes! Ich traute meinen Ohren nicht, als mir meine Gynäkologin dies mitteilte. Mir war in diesem Moment klar, dass ich von alledem jetzt wirklich erst einmal Abstand brauchte. Diese Berg- und Talfahrt der Gefühle musste ein Ende haben. Und auch mein Körper brauchte dringend eine Auszeit vom Kinderwunsch!


Mein Mann und ich beschlossen, für die nächsten Monate Gras über alles wachsen zu lassen. Ich konzentrierte mich auf meine Arbeit und blendete das Thema Kinderwunsch so gut es ging aus. Wir stellten alles unter das Motto: „Loslassen ohne aufzugeben.“ Wir wussten, die Hoffnung stirbt zuletzt, noch war alles möglich. Manchmal ist weniger mehr. Die Wochen vergingen, es wurde Frühling. Und eines Tages hatte ich das vage Gefühl, dass meine Regel überfällig war. Ich ignorierte den starken Impuls, meinem Regelkalender zu schnappen und genau nachzuzählen. Einige Tage später verstärkte sich jedoch dieser Drang, der Sache auf den Grund zu gehen, denn die Periode stand immer noch aus. Ich gab der Neugierde nach und wagte es schließlich: Tatsächlich – ich war ein paar wenige Tage „drüber“, aber das würde sich in den nächsten Tagen sicher klären, versuchte ich meine freudige Aufregung zu besänftigen. Nein, ich wollte nicht schon wieder in den alten Teufelskreis aus Freude und Enttäuschung gelangen! Also wartete ich noch ein paar Tage ab. Aber dann hielt ich es nicht mehr aus, zumal mein Mann 2 Tage später Geburtstag hatte. Was wäre das wohl für ein Geburtstagsgeschenk, wagte ich zu träumen?! Am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe machte ich mit zitternden Händen und butterweichen Knien schließlich den Schwangerschaftstest, der schon seit langem auf diese Gelegenheit im Badschrank wartete. Das Herz schlug mir bis zum Halse, als ich das Ergebnis ablas: unglaublich, aber wahr: der Test war positiv – und zwar auf Anhieb!! Dieses Ergebnis löste eine Welle der Begeisterung in mir aus. Am liebsten hätte ich sogleich meinen Mann aus dem Schlaf gerissen, aber dann hätte ich diese einmalige Überraschung vorweggenommen. Auf der anderen Seite wusste ich aber inzwischen auch, wie schnell sich das Blatt wenden kann und hatte Angst vor einer erneuten Enttäuschung. Jedenfalls hatte ich große Mühe, die Nachricht bis zum nächsten Tag vor meinem Mann geheim zu halten. Die Geburtstagsüberraschung wurde damit natürlich zum Volltreffer! Er war anfangs ebenso ungläubig und erstaunt, wie ich am Tag zuvor. Mit alkoholfreiem Sekt stießen wir schließlich auf unser Wunder an. Kurz darauf besorgte ich mir einen Termin bei meiner Gynäkologin und ein paar Stunden später saß ich gespannt auf dem Untersuchungsstuhl. Nun war es bestätigt: ich war schwanger! Die Freude war riesig, auch bei meiner Frauenärztin, als wir sogar den Herzschlag sahen! Ich war außer mir vor Glück, versuchte aber dennoch, „die Kirche im Dorf zu lassen“ und die nächsten Wochen erstmal zurückhaltend mit meiner Euphorie zu sein. Und das Wunder nahm diesmal tatsächlich seinen Lauf! Anders als bei den Kinderwunschbehandlungen, bei denen es im engsten Familien- und Freundeskreis unvermeidbar war, dies zu verheimlichen, erzählten wir diesmal bis zum Ende des 1. Trimesters niemanden etwas von unseren „anderen Umständen“, was mit fortschreitender Schwangerschaftswoche jedoch gar nicht so einfach war. Als wir dann schließlich das Geheimnis lüfteten, war die Freude und Anteilnahme immens. Meine Gynäkologin taktete mich aufgrund meiner „Vorgeschichte“ im 2-Wochen-Rhythmus zur Schwangerschaftsvorsorge ein. Und diesmal war es wirklich so, dass jede Untersuchung unser Wunder bestätigte: das Baby entwickelte sich prächtig. Natürlich saß meine Angst, dass etwas schief gehen könnte, noch tief und ich war vor jeder Untersuchung aufgeregt. Gleichzeitig freute ich mich aber auch darauf, zu sehen, wie die Entwicklung unseres kleinen Schatzes voranschritt. Zudem war sowohl beim Ersttrimesterscreening, als auch bei der Feindiagnostik alles in Ordnung, was mich für die übrigen Schwangerschaftswochen deutlich aufatmen ließ. Mitte des 1. Trimester reiste ich mit meinem Mann innerhalb eines Kurzurlaubes außerdem noch einmal zu Frau Dr. Schweizer-Arau, um mich von ihr schwangerschafts-unterstützend behandeln zu lassen. Sie nahm mir während der Behandlung einen großen Teil meiner Bedenken und dämpfte auch spürbar meine Schwangerschaftsübelkeit mit entsprechender Akupunktur. Einige ihrer ermutigenden Worte begleiteten mich während meiner gesamten verbleibenden Schwangerschaft, die im letzten Drittel etwas turbulenter als erwartet verlief.

So neigte sich unser Glücksjahr 2018 langsam dem Ende, aber das große Finale stand uns ja noch bevor – und in freudiger Erwartung fieberten wir diesem „Tag X“ entgegen. Genau mit Beginn der Adventszeit war es plötzlich mitten in der Nacht soweit: unser lang ersehntes Baby kam schließlich zur Welt! Wir freuen uns jeden Tag über dieses großes Glück, welches uns nach all den Jahren doch noch ereilte!
Rückblickend können wir heute aus Überzeugung sagen: Wunder sind tatsächlich möglich, vor allem dann, wenn man nicht damit rechnet! Unglaublich – auch heute noch für uns – dass wir einst die Diagnose „unfruchtbar“ und die Alternativen Adoption oder Eizellspende im Ausland erhielten und nun unser eigenes Kind in den Armen halten, welches auf natürlichem Wege entstanden ist – einfach so!

Wir sind jeden Tag unendlich dankbar dafür, dass wir ein gesundes und wunderbares Kind haben, das sich prächtig entwickelt, uns zum Lachen und Staunen bringt, uns nachts meist schlafen lässt und unsere Welt in große Freude taucht – diese seitdem aber auch komplett auf den Kopf gestellt hat. Aber das nehmen wir sehr gern in Kauf. Es war für uns zuerst ein Prozess über Monate, eine gewisse Alltagsroutine mit Baby zu finden und zu etablieren. Auch, wenn unser Schatz recht pflegeleicht ist – es gibt immer noch einiges, was im Tagesablauf zu optimieren ist. Tatsache ist, oberste Priorität hat nun mal das Baby, alles andere muss sich einfach unterordnen. Das ist gar nicht immer so einfach und auch etwas, an dass man sich als Paar erst gewöhnen muss(te). Auch die Tatsache, zu akzeptieren, dass die Erledigung der meisten Aufgaben nun (erst einmal) länger dauert. Das ist auch der Grund, weshalb ich erst jetzt – ein ganzes Jahr nach der Geburt – die Gelegenheit gefunden habe, unsere Geschichte zu Ende zu schreiben. Sie ist unbeabsichtigt um ein vielfaches länger geworden, als ich ursprünglich geplant hatte und ich habe lange überlegt, ob ich sie nicht lieber kürzen sollte. Aber wo sollte ich sie kürzen, wenn sie bereits die Kurzfassung ist und wenn es doch gerade die vielen Umwege sind, die anderen Hoffnung geben und Mut machen sollen? Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass unsere Kinderwunschgeschichte vielen Familien mit (langjährigem) Kinderwunsch wieder neue Kraft, Zuversicht und Optimismus schenkt. Gebt Eure Hoffnung nicht auf, auch wenn sie Euch noch so klein erscheint!
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