Gästebuch
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ich würde mich über Ihren Eintrag mit Anregungen oder Kritik und Lob sehr freuen. Gerne gebe ich Ihnen hier auch Gelegenheit zum Austausch. Wenn Sie also als Patientin einmal den Kontakt zu anderen Betroffenen suchen, dann schreiben Sie dies hier in das Gästebuch und vergessen Sie nicht, Ihre E-Mail-Adresse einzutragen.
Es zählt nur die Chance vielleicht bald sein eigenes Baby im Arm halten zu dürfen!
Kann man sich vorstellen während der Kinderwunschzeit auf einmal vor Lebensfreude aufzublühen und unglaublich glücklich und zufrieden mit seinem Leben zu sein (ohne schwanger zu sein)? Ich konnte es mir auch nicht vorstellen….
Bereits von Anfang an hatte ich eigentlich keine Hoffnung, dass ich (auf natürlichem Wege) schwanger werden konnte mit Endometriose Grad 4 und der vorausgegangenen Operation, mit großflächiger Schnippelei in meinem Bauch (überall liest und hört man schließlich „oohh weja, mit Endometriose können Sie vermutlich nicht oder nur sehr schwierig schwanger werden“). Ich wurde innerhalb weniger Monate Kinderwunschzeit bereits frustriert und sehr deprimiert. Die Lebensfreude verschwand, bei der Vorstellung vermutlich nie eine eigene Familie gründen zu können.
Ich sah einen langen Weg bei Ärzten vor mir und hatte Zweifel, dass uns diese Unterstützung ein Baby bringen würde, so „kaputt“ wie ich innerlich war und mich fühlte.
Ich las Bücher, probierte selbst viel aus und stoß dann auch auf das Buch von Frau Dr. Schweizer „Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch... “ und somit auch auf Frau Dr. Schweizer als Ärztin. Im September 2019 nahm ich an dem Workshop teil und war im Anschluss sehr positiv gestimmt (den Satz von Frau Dr. Schweizer, dass Endometriose-Patientinnen tendenziell sogar schneller schwanger werden würden... werde ich nie vergessen). Ich glaubte daran, dass wir bald ein Baby in den Armen halten würden und spürte auch wieder deutlich mehr Lebensfreude.
Im Oktober war dann mein Termin bei Frau Dr. Popovici. Durch das Buch „Der sanfte Weg zum Wunschkind: IVF (fast) ohne Hormone“ von Frau Dr. Schweizer war ich begeistert von der Verfahrensweise der natürlichen IVF. Frau Dr. Popovici machte uns ebenfalls sehr viel Hoffnung und meinte sogar, dass Frauen in meinem Alter (29) oftmals bereits im ersten Zyklus schwanger werden. Sie stellte die Diagnose, dass bei mir vermutlich nur die Eileiter aufgrund der Endometriose blockiert sind. Wir vereinbarten dennoch zunächst 1-2 Zyklusmonitorings. Frau Dr. Popovici teilte mir dann leider mit, dass nur noch ein Eierstock funktionieren würde. Die Endometriose und das großzügige Entfernen der Endometriose durch die OP hatten wohl einen Eierstock zerstört. Mein Anti-Müller-Hormon war mit 29 Jahren bei 0,5 („Es zählt jedoch die Qualität und nicht die Quantität!!“, wie ich auch einen Satz von Frau Dr. Schweizer in Erinnerung hatte).
Nach dieser Zeit war ich wieder sehr frustriert, weil es für mich wieder ein Beweis war, dass ich wirklich nicht natürlich schwanger werden konnte. Und uns auch noch die Zeit davon lief... Ich bräuchte medizinische Unterstützung und wer weiß wie viel Zyklen wirklich nötig sind und wie viel Kraft und Ausdauer wir noch haben müssten, wie viel Untersuchungen bevorstünden und wie viele Enttäuschungen wir erleiden werden, um letztendlich vielleicht doch nie ein Baby zu bekommen.
Ich weinte sehr viel nachdem ich nach meinem letzten „normalen“ Zyklus wieder die Periode bekam. Im Dezember sollte es noch losgehen mit der ersten IVF naturelle. Als ich den Termin hatte, um zu prüfen, ob eine Eizelle wächst und wie weit sie entwickelt war, sah Frau Dr. Popovici plötzlich an dem funktionierenden Eierstock eine ungewöhnlich aussehende Zyste (sie sah nicht wie Endometriose aus). „Das müssen wir unbedingt beobachten“, meinte sie und nahm mir den Tumormarker im Blut ab. Ich verstand erst mal nicht wie kritisch das sein sollte und freute mich auf das Einsetzen unseres Babys ein paar Tage später. Doch Frau Dr. Popovici entschied sich bei der Entnahme der Eizelle, diese bei erfolgreicher Befruchtung nicht einzusetzen sondern einzufrieren, da ihr diese Zyste garnicht gefällt und sie sich innerhalb der letzten Tage verändert hat und gewachsen sei. Sie verwies mich an die Gynäkologie eines Klinikums und telefonierte selbst mit dem Chefarzt, um ihm zu schildern was sie gesehen hatet. Bereits ein paar Tage später hatte ich kurz vor Weihnachten im Klinikum einen Termin.
Der Chefarzt selbst sah sich die Eierstöcke an, einer „verkümmert“ und arbeitet nicht mehr, am anderen sah er tumorartiges Gewebe. Er sagte, dass er eigentlich dazu raten würde, den Eierstock sofort zu entfernen. Das Wegschneiden des auffälligen Gewebes funktionierte nicht, denn falls es bösartig war, würde es beim Entfernen streuen. Auch eine Probenentnahme konnte daher nicht durchgeführt werden und wäre auch nicht aussagekräftig, da man ausgerechnet eine Stelle erwischen könnte, die nicht bösartig ist. Aufgrund meines Alters und dem Kinderwunsch einigten wir uns, dass ich in 2 Wochen wiederkomme, damit er sieht, wie schnell das Gewebe wächst und wie es sich verändert. Evtl. könnten wir in der Zeit noch eine Eizelle gewinnen (Die allerdings nichts bringen würde, wenn das Gewebe bösartig ist, da dann vermutlich auch die Gebärmutter entfernt werden müsste usw.).
Der Kinderwunsch war plötzlich nicht mehr vorhanden, ich sah schwere Zeiten im Krankenhaus und einen Kampf um mein Leben vor mit. Ich rief sofort Frau Dr. Schweizer an und bat sie um einen Termin, der mich psychisch aufbaut, sonst würde ich Weihnachten und die Zeit bis zur nächsten Kontrolle seelisch nicht überstehen. Ich durfte zu ihr kommen. Ich erklärte ihr, wie ich mich fühlte, so als würde mein ganzes Leben dahinfließen. Ich hatte wahnsinnige Ängste, Verlustängste, Ängste mein „normales“ Leben oder sogar komplett mein Leben zu verlieren. Sie fragte mich, wann in meinem Leben ich mich schon mal so ähnlich gefühlt hatte. Ich kannte ein ähnliches Gefühl aus einer vergangenen Beziehung. Eine Beziehung voller Kälte und Demütigungen und trotzdem emotionelle Abhängigkeit und Ängste diese Beziehung, diesen scheinbar geliebten Menschen und somit mein bisheriges Leben zu verlieren. Frau Dr. Schweizer behandelte mich in Bezug auf diese Vergangenheit. Ich war wie in Trance und weinte über eine Stunde. Alles floss aus mir heraus, die schweren Steine aus meinem Bauch verschwanden und als ich ging fühlte ich mich um Welten leichter. Ich glaubte nicht mehr daran, dass etwas bösartiges an meinem Eierstock war und falls wirklich würde ich kämpfen und den Kampf gewinnen und ein glückliches Leben führen!
Frau Dr. Schweizer verordnete mir Tabletten und schrieb mir noch eine Nachricht, „ich solle die Kräuter fleißig nehmen“, „Wunden können innerhalb von einer Woche heilen, dass würde ich sicherlich von Schnittwunden etc. kenne!“ Diesen Satz hatte ich immer bei mir, ich sagte mir, das war eine Wunde am Eierstock, die jetzt heilen würde.
Am 7.1. hatte ich den nächsten Termin bei Frau Dr. Popovici zur Kontrolle und damit wir vielleicht noch eine Eizelle entnehmen könnten (bevor ich mich ein paar Tage später erneut im Klinikum vorstellen sollte). Ich hoffte so sehr, dass sich das Gewebe nicht weiterentwickelt und vergrößert hatte.
Frau Dr. Popovici suchte die „Zyste“ vergebens. Sie war weg. Unglaublich! Sie schaute sofort die Ultraschallbilder von den letzten zwei Terminen an und meinte, wenn sie die Bilder nicht hätte würde sie jetzt sagen, sie hat geträumt. Es war nichts mehr da!!!
Ich war baff, was Besseres hätte nicht passieren können, das übertraf auch meine Erwartungen. Ich ging mit so viel Lebensfreude aus der Praxis... dass da eine Eizelle war, die mir in 2 Tagen entnommen werden sollte und sogar bei Befruchtung eingesetzt werden sollte, falls beim nächsten Termin erneut nichts von dem seltsamen Gewebe ersichtlich ist, war für mich auf einmal nebensächlich. Ich war sooo glücklich! Mein Leben war gut und zwar genauso wie es ist, es war wie ein Wunder für mich, ein Geschenk. Ich war glücklich, dass ich einfach nur „normal“ weiterleben durfte und wir zugleich auch noch die Chance hatten auf einen Versuch ein Baby zu bekommen. Ich hatte die Chance mit Unterstützung schwanger werden zu können.
Was mich ein Monat zuvor zu Tode unglücklich gemacht hat, war jetzt das Größte. Ich war soweit gesund und wir würden vllt auch noch irgendwann ein eigenes Baby in den Armen halten dürfen. Was gibt es Schöneres als gesund zu sein und diese Chance zu haben. Plötzlich hatte ich auch nicht mehr ständig das Gefühl, dass ich jetzt diese Pillen nehmen müsste, morgen diese und übermorgen das Buch lesen sollte und auch noch diese Tipps umsetzen müsste…. für nichts anderes mehr Zeit hatte, weil ich unser Baby „erarbeiten muss“.... es war alles egal, ich war gesund und wir hatten eine Chance auf ein eigenes Baby, nur das zählte.
Ich war wieder voller Lebensfreude, wie seit Ewigkeiten nicht mehr...
2 Tage später wurde mir die Eizelle entnommen, 5 Tage später die Blastozyste eingesetzt und 248 Tage später habe ich ein gesundes Mädchen auf die Welt bringen dürfen. Es braucht nur 1 gute Eizelle, 1 gesunde befruchtete Eizelle, Abschluss mit bisherigen, negativen Erfahrungen und Gedanken im bisherigen Leben, viel Lebensfreude und Freude über die Chance vielleicht bald das eigene Baby im Arm halten zu können, um ein gesundes Baby zu bekommen. Diese „Zutaten“ für das Rezept „gesundes Babys“ hätte ich ohne Frau Dr. Schweizer und natürlich auch Frau Dr. Popovici nie gehabt. Ich bin so unglaublich dankbar für diese Lebenserfahrung und dass wir uns jetzt an unserer kleinen Maus erfreuen dürfen. Frau Dr. Schweizer hat mich auf diesem Weg auch während der Schwangerschaft noch begleitet. Es ist so schön zu wissen, dass es Menschen wie Frau Dr. Schweizer und auch Frau Dr. Popovici gibt! Wir sind beiden unendlich dankbar!
Kann man sich vorstellen während der Kinderwunschzeit auf einmal vor Lebensfreude aufzublühen und unglaublich glücklich und zufrieden mit seinem Leben zu sein (ohne schwanger zu sein)? Ich konnte es mir auch nicht vorstellen….
Bereits von Anfang an hatte ich eigentlich keine Hoffnung, dass ich (auf natürlichem Wege) schwanger werden konnte mit Endometriose Grad 4 und der vorausgegangenen Operation, mit großflächiger Schnippelei in meinem Bauch (überall liest und hört man schließlich „oohh weja, mit Endometriose können Sie vermutlich nicht oder nur sehr schwierig schwanger werden“). Ich wurde innerhalb weniger Monate Kinderwunschzeit bereits frustriert und sehr deprimiert. Die Lebensfreude verschwand, bei der Vorstellung vermutlich nie eine eigene Familie gründen zu können.
Ich sah einen langen Weg bei Ärzten vor mir und hatte Zweifel, dass uns diese Unterstützung ein Baby bringen würde, so „kaputt“ wie ich innerlich war und mich fühlte.
Ich las Bücher, probierte selbst viel aus und stoß dann auch auf das Buch von Frau Dr. Schweizer „Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch... “ und somit auch auf Frau Dr. Schweizer als Ärztin. Im September 2019 nahm ich an dem Workshop teil und war im Anschluss sehr positiv gestimmt (den Satz von Frau Dr. Schweizer, dass Endometriose-Patientinnen tendenziell sogar schneller schwanger werden würden... werde ich nie vergessen). Ich glaubte daran, dass wir bald ein Baby in den Armen halten würden und spürte auch wieder deutlich mehr Lebensfreude.
Im Oktober war dann mein Termin bei Frau Dr. Popovici. Durch das Buch „Der sanfte Weg zum Wunschkind: IVF (fast) ohne Hormone“ von Frau Dr. Schweizer war ich begeistert von der Verfahrensweise der natürlichen IVF. Frau Dr. Popovici machte uns ebenfalls sehr viel Hoffnung und meinte sogar, dass Frauen in meinem Alter (29) oftmals bereits im ersten Zyklus schwanger werden. Sie stellte die Diagnose, dass bei mir vermutlich nur die Eileiter aufgrund der Endometriose blockiert sind. Wir vereinbarten dennoch zunächst 1-2 Zyklusmonitorings. Frau Dr. Popovici teilte mir dann leider mit, dass nur noch ein Eierstock funktionieren würde. Die Endometriose und das großzügige Entfernen der Endometriose durch die OP hatten wohl einen Eierstock zerstört. Mein Anti-Müller-Hormon war mit 29 Jahren bei 0,5 („Es zählt jedoch die Qualität und nicht die Quantität!!“, wie ich auch einen Satz von Frau Dr. Schweizer in Erinnerung hatte).
Nach dieser Zeit war ich wieder sehr frustriert, weil es für mich wieder ein Beweis war, dass ich wirklich nicht natürlich schwanger werden konnte. Und uns auch noch die Zeit davon lief... Ich bräuchte medizinische Unterstützung und wer weiß wie viel Zyklen wirklich nötig sind und wie viel Kraft und Ausdauer wir noch haben müssten, wie viel Untersuchungen bevorstünden und wie viele Enttäuschungen wir erleiden werden, um letztendlich vielleicht doch nie ein Baby zu bekommen.
Ich weinte sehr viel nachdem ich nach meinem letzten „normalen“ Zyklus wieder die Periode bekam. Im Dezember sollte es noch losgehen mit der ersten IVF naturelle. Als ich den Termin hatte, um zu prüfen, ob eine Eizelle wächst und wie weit sie entwickelt war, sah Frau Dr. Popovici plötzlich an dem funktionierenden Eierstock eine ungewöhnlich aussehende Zyste (sie sah nicht wie Endometriose aus). „Das müssen wir unbedingt beobachten“, meinte sie und nahm mir den Tumormarker im Blut ab. Ich verstand erst mal nicht wie kritisch das sein sollte und freute mich auf das Einsetzen unseres Babys ein paar Tage später. Doch Frau Dr. Popovici entschied sich bei der Entnahme der Eizelle, diese bei erfolgreicher Befruchtung nicht einzusetzen sondern einzufrieren, da ihr diese Zyste garnicht gefällt und sie sich innerhalb der letzten Tage verändert hat und gewachsen sei. Sie verwies mich an die Gynäkologie eines Klinikums und telefonierte selbst mit dem Chefarzt, um ihm zu schildern was sie gesehen hatet. Bereits ein paar Tage später hatte ich kurz vor Weihnachten im Klinikum einen Termin.
Der Chefarzt selbst sah sich die Eierstöcke an, einer „verkümmert“ und arbeitet nicht mehr, am anderen sah er tumorartiges Gewebe. Er sagte, dass er eigentlich dazu raten würde, den Eierstock sofort zu entfernen. Das Wegschneiden des auffälligen Gewebes funktionierte nicht, denn falls es bösartig war, würde es beim Entfernen streuen. Auch eine Probenentnahme konnte daher nicht durchgeführt werden und wäre auch nicht aussagekräftig, da man ausgerechnet eine Stelle erwischen könnte, die nicht bösartig ist. Aufgrund meines Alters und dem Kinderwunsch einigten wir uns, dass ich in 2 Wochen wiederkomme, damit er sieht, wie schnell das Gewebe wächst und wie es sich verändert. Evtl. könnten wir in der Zeit noch eine Eizelle gewinnen (Die allerdings nichts bringen würde, wenn das Gewebe bösartig ist, da dann vermutlich auch die Gebärmutter entfernt werden müsste usw.).
Der Kinderwunsch war plötzlich nicht mehr vorhanden, ich sah schwere Zeiten im Krankenhaus und einen Kampf um mein Leben vor mit. Ich rief sofort Frau Dr. Schweizer an und bat sie um einen Termin, der mich psychisch aufbaut, sonst würde ich Weihnachten und die Zeit bis zur nächsten Kontrolle seelisch nicht überstehen. Ich durfte zu ihr kommen. Ich erklärte ihr, wie ich mich fühlte, so als würde mein ganzes Leben dahinfließen. Ich hatte wahnsinnige Ängste, Verlustängste, Ängste mein „normales“ Leben oder sogar komplett mein Leben zu verlieren. Sie fragte mich, wann in meinem Leben ich mich schon mal so ähnlich gefühlt hatte. Ich kannte ein ähnliches Gefühl aus einer vergangenen Beziehung. Eine Beziehung voller Kälte und Demütigungen und trotzdem emotionelle Abhängigkeit und Ängste diese Beziehung, diesen scheinbar geliebten Menschen und somit mein bisheriges Leben zu verlieren. Frau Dr. Schweizer behandelte mich in Bezug auf diese Vergangenheit. Ich war wie in Trance und weinte über eine Stunde. Alles floss aus mir heraus, die schweren Steine aus meinem Bauch verschwanden und als ich ging fühlte ich mich um Welten leichter. Ich glaubte nicht mehr daran, dass etwas bösartiges an meinem Eierstock war und falls wirklich würde ich kämpfen und den Kampf gewinnen und ein glückliches Leben führen!
Frau Dr. Schweizer verordnete mir Tabletten und schrieb mir noch eine Nachricht, „ich solle die Kräuter fleißig nehmen“, „Wunden können innerhalb von einer Woche heilen, dass würde ich sicherlich von Schnittwunden etc. kenne!“ Diesen Satz hatte ich immer bei mir, ich sagte mir, das war eine Wunde am Eierstock, die jetzt heilen würde.
Am 7.1. hatte ich den nächsten Termin bei Frau Dr. Popovici zur Kontrolle und damit wir vielleicht noch eine Eizelle entnehmen könnten (bevor ich mich ein paar Tage später erneut im Klinikum vorstellen sollte). Ich hoffte so sehr, dass sich das Gewebe nicht weiterentwickelt und vergrößert hatte.
Frau Dr. Popovici suchte die „Zyste“ vergebens. Sie war weg. Unglaublich! Sie schaute sofort die Ultraschallbilder von den letzten zwei Terminen an und meinte, wenn sie die Bilder nicht hätte würde sie jetzt sagen, sie hat geträumt. Es war nichts mehr da!!!
Ich war baff, was Besseres hätte nicht passieren können, das übertraf auch meine Erwartungen. Ich ging mit so viel Lebensfreude aus der Praxis... dass da eine Eizelle war, die mir in 2 Tagen entnommen werden sollte und sogar bei Befruchtung eingesetzt werden sollte, falls beim nächsten Termin erneut nichts von dem seltsamen Gewebe ersichtlich ist, war für mich auf einmal nebensächlich. Ich war sooo glücklich! Mein Leben war gut und zwar genauso wie es ist, es war wie ein Wunder für mich, ein Geschenk. Ich war glücklich, dass ich einfach nur „normal“ weiterleben durfte und wir zugleich auch noch die Chance hatten auf einen Versuch ein Baby zu bekommen. Ich hatte die Chance mit Unterstützung schwanger werden zu können.
Was mich ein Monat zuvor zu Tode unglücklich gemacht hat, war jetzt das Größte. Ich war soweit gesund und wir würden vllt auch noch irgendwann ein eigenes Baby in den Armen halten dürfen. Was gibt es Schöneres als gesund zu sein und diese Chance zu haben. Plötzlich hatte ich auch nicht mehr ständig das Gefühl, dass ich jetzt diese Pillen nehmen müsste, morgen diese und übermorgen das Buch lesen sollte und auch noch diese Tipps umsetzen müsste…. für nichts anderes mehr Zeit hatte, weil ich unser Baby „erarbeiten muss“.... es war alles egal, ich war gesund und wir hatten eine Chance auf ein eigenes Baby, nur das zählte.
Ich war wieder voller Lebensfreude, wie seit Ewigkeiten nicht mehr...
2 Tage später wurde mir die Eizelle entnommen, 5 Tage später die Blastozyste eingesetzt und 248 Tage später habe ich ein gesundes Mädchen auf die Welt bringen dürfen. Es braucht nur 1 gute Eizelle, 1 gesunde befruchtete Eizelle, Abschluss mit bisherigen, negativen Erfahrungen und Gedanken im bisherigen Leben, viel Lebensfreude und Freude über die Chance vielleicht bald das eigene Baby im Arm halten zu können, um ein gesundes Baby zu bekommen. Diese „Zutaten“ für das Rezept „gesundes Babys“ hätte ich ohne Frau Dr. Schweizer und natürlich auch Frau Dr. Popovici nie gehabt. Ich bin so unglaublich dankbar für diese Lebenserfahrung und dass wir uns jetzt an unserer kleinen Maus erfreuen dürfen. Frau Dr. Schweizer hat mich auf diesem Weg auch während der Schwangerschaft noch begleitet. Es ist so schön zu wissen, dass es Menschen wie Frau Dr. Schweizer und auch Frau Dr. Popovici gibt! Wir sind beiden unendlich dankbar!