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Barbara Barbara schrieb am 6. Juli 2014 um 22:41
„Bevor ihr auf normalem Wege Kinder bekommt, habt ihr eher einen 6er im Lotto bei diesem Befund“. Mit diesem Satz und lautem Lachen wurde uns vom Urologen der Spermabefund meines Mannes mitgeteilt.

Aber von Anfang an:
Mit Anfang dreißig wurde der Wunsch nach Kindern bei meinem Mann und mir immer größer. Dass die „einfachste“ Sache der Welt so schwierig werden könnte, hätten wir nie gedacht.

Wir haben uns in keiner Weise unter Druck gesetzt, aber nach einem Jahr ohne Verhütung, kamen auch wir so langsam ins Grübeln, warum es denn nicht klappt. Wir vermuteten, dass es wohl an mir liegt, da ich schon immer während meiner Periode starke Schmerzen hatte und der Verdacht auf Endometriose im Raum stand. Trotzdem ging als erstes mein Mann zur Untersuchung. Hier erhielten wir die oben genannte Aussage. Der Urologe überwies uns zu einem Kollegen. Der Arzt teilte uns mit, dass unsere einzige Option eine „ICSI“ sei und wir verließen die Praxis mit der Adresse eines Kinderwunschzentrums.

Nachdem wir diese „Nachrichten“ verdaut hatten und wir uns auch etwas in das Thema künstliche Befruchtung eingelesen haben, vereinbarten wir einen Termin in der Kinderwunschpraxis. Wir waren überrascht wie groß die Praxis ist und wir erkannten, dass wir nicht allein mit „unserem“ Problem dastehen. Das Gespräch verlief sehr positiv und schon fast euphorisch verließen wir die Praxis. Wir erhielten den Behandlungsplan, holten die Medikamente und steckten schon mitten in unserer Kinderwunschbehandlung. Die Medikamente schlauchten sehr. Meine Leberwerte wurden schlechter (hatte schon vorher aufgrund der Pille mit der Leber starke Probleme). Hitzewallungen, Schüttelfrost, Kopfweh usw. waren an der Tagesordnung. Dann kam der Tag der Eizellentnahme. Wir hatten es bis dahin geschafft. 18 Eizellen konnten entnommen. Tja, irgendwie dachten wir, dass wir zwar diesen Weg gehen müssen, dass es aber bestimmt bei uns beim ersten mal schon klappt. Die darauffolgende Nacht verbrachte ich im Krankenhaus, wegen sehr starken Schmerzen nach der Eizellentnahme.
Drei Tage später wurden zwei befruchtete Eizellen zurückgesetzt und das große Warten begann.
14 Tage nach dem zurücksetze bekam unsere Euphorie nun den ersten Dämpfer. Nicht schwanger.

Da von den 18 Eizellen sich 11 befruchten ließen, hatten wir ja noch einige Versuche. Nach jedem weiteren gescheiterten Versuch verließ uns immer mehr die Hoffnung, dass es überhaupt noch klappen wird. In unserer Familie und unserem Freundeskreis kam ein Baby nach dem anderen auf die Welt, aber bei uns wollte es einfach nicht klappen. So ging das fast drei Jahre lang. Wir zogen uns immer mehr zurück und ich konnte kein Baby mehr ansehen ohne zu weinen. In der Klinik waren wir nur noch eine Nummer und hatten jedes mal einen anderen Arzt und Ansprechpartner wo wir entsprechend auch widersprüchliches Aussagen erhielten.

2011 haben wir dann beschlossen unseren letzten Versuch zu starteten. Und dieses mal passierte das, woran wir schon gar nicht mehr glaubten. Ich war schwanger. Wir waren überglücklich. Wir lachten und weinten vor lauter Freude. Der erste Ultraschall kam, es war alles in Ordnung. Wir sahen das Herz schlagen und waren nur noch glücklich. In der 11 Woche hatte ich plötzlich ein seltsames Gefühl. Es war nur ein Gefühl, keine körperlichen Anzeichen oder so. Aber ich wusste, das was nicht stimmt. Ich fuhr zu meiner Frauenärztin. Das Herz hatte aufgehört zu schlagen. In der Fachsprache heißt dass wohl Missed Abortion. Meine Ärztin meinte man muss nicht zwingend eine Ausschabung vornehmen, ich könnte auch warten bis die Fehlgeburt von selber einsetzt. Ich entschied mich für diesen Weg und nach 14 Tagen kam unser kleines Sternenkind.

Wir waren am Ende unserer Kräfte. Die Kinderwunschpraxis wollte gleich wieder einen Termin für die nächste Behandlung ausmachen. Als wir um Bedenkzeit baten, fragte man uns, ob wir denn nun Kinder wollen oder nicht und das man bei Endometriose, POC und weiteren Diagnosen (die man uns alle zum ersten mal aufzählte) nicht ewig Zeit hat. Als ich fragte warum man uns diese Diagnosen nicht von Anfang an gesagt hat, bekamen wir die Antwort: „ Glauben Sie wirklich wir sagen Ihnen gleich von Anfang an alles?!“. Wir mögen naiv sein, aber ja wir glaubten daran dass man uns wirklich alles sagt und man ja als Team zusammenarbeitet (so steht es auch in der Infobroschüre der Kinderwunschpraxis). Mein Mann brach das Gespräch ab (ich weinte eh nur noch).

Wir beschlossen keine weitere Behandlung vorzunehmen. Wir hatten keine Kraft mehr.

Zwei Jahre später, sah ich in einer Apotheke das Buch „Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch“ von Frau Dr. Schweizer –Arau. Eigentlich kaufte ich es wegen dem Thema Endometriose, nach dem die Schmerzen während meiner Periode immer stärker wurden musste hier was geschehen. Ich las das Buch und bekam wieder Hoffnung auch bzgl. unseres Kinderwunsches. Ich versuchte einen Termin bei Frau Dr. Schweizer-Arau zu bekommen. Verständlicherweise gab es eine lange Warteliste. Frau Dr. Schweizer-Arau gab mir aber die Adresse einer sehr guten Heilpraktikerin in unserer Nähe und auch den Tipp mich an Frau Dr. med. Popovici zu wenden, diese könne mir bzgl. der Endometriose weiterhelfen. Dann ging alles eigentlich ganz schnell.
Oktober 2013 fand mein Telefonat mit Frau Dr. Schweizer-Arau statt. November/Dezember 2013 und Januar 2014 war ich in Behandlung bei der Heilpraktikerin (meine Schmerzen während der Periode wurden hier schon um Welten besser) und für Anfang Februar hatten wir den Termin bei
Frau Dr.med. Popovici bekommen. Der Termin bei Frau Dr.med. Popovici war einfach toll. Wir fühlten uns endlich verstanden und ernst genommen. Frau Dr.med. Popovici hörte sich unseren bisherigen Weg bzgl. des Kinderwunsches und auch bzgl. dem Verdacht auf Endometriose an. Sie meinte wir sollen uns in unserem Fall nicht mit der Endometriose aufhalten sondern nochmals eine ICSI versuchen. Diesmal ohne Medikamente, im normalen Zyklus mit eben nur der einen Eizelle die heranreift. Wir überlegten nicht lange und beschlossen, dass wir gleich in diesem Zyklus starten. Es war alles unkompliziert. Es reichte dreimal in einem Labor bei unserem Wohnort Blut abzunehmen und die Hormonwerte telefonisch durchzugeben. Frau Dr. Popovici rief uns dann zurück teilte mir mit wann ich die Eisprungspritze (die einzige Spritze!) setzen muss und wann wir zu Eizellentnahme kommen sollen. Die Eizelle wurde entnommen befruchtet und zurückgesetzt. Als ich die befruchtete Eizelle eingesetzt bekam, lief das alles sehr ruhig und entspannt ab. Ich durfte noch eine Weile liegen bleiben bei schöner Musik und es war das erste mal, dass mein Mann und ich uns total wohl und gut dabei fühlten. Keine „Massenabfertigung“, nicht so unpersönlich wie in der Klinik davor. Schließlich ist dieser Moment für ein Paar eigentlich ja was ganz besonderes. Es mag jetzt komisch klingen und selbstverständlich war es eine „künstliche“ Befruchtung, aber uns kam es fast „natürlich“ vor nicht künstlich eben nur anders, aber vollkommen in Ordnung.

Das Glück war auf unserer Seite. In der Zeit als das Warten auf das Ergebnis anstand, kam ein Anruf von Frau Dr. Schweizer-Arau, dass überraschend ein kurzfristiger Termin frei wurde. Klar sagten wir zu und wurden nun auch von Frau Schweizer-Arau in dieser „Wartezeit“ super unterstützt und behandelt.

Und dann kam der Moment. Der Anruf aus meiner Frauenarztpraxis mit dem Ergebnis.
SCHWANGER !!! Wir konnten unser Glück kaum glauben. 25 Tage nach unserem ersten Gespräch mit Frau Dr. med. Popovici hatten wir einen positiven Schwangerschaftstest.

Die Anfangszeit der Schwangerschaft war mit Freude aber auch mit sehr viel Angst verbunden. Schließlich waren wir ja schon mal so weit…. Doch Frau Dr. med. Popovici und während der weiteren Schwangerschaft vor allem Frau Dr. Schweizer-Arau haben uns hierbei wunderbar begleitet, immer wieder Mut gemacht und fachlich und medizinisch wunderbar geholfen und betreut.

Ende Oktober war es dann endlich soweit, unser kleiner Sonnenschein wurde geboren. Wir sind überglücklich und freuen uns jeden Tag über dieses kostbare Geschenk.

Ohne Frau Dr. Schweizer-Arau und Frau Dr. med. Popovici würde ich jetzt nicht hier sitzen und diesen Eintrag schreiben, während mein Mann und unser jetzt schon 8 Monate alter kleiner Schatz zusammen auf dem Sofa Ihren Mittagsschlaf halten.

WENN TRÄUME HAND UND FUSS BEKOMMEN UND AUS WÜNSCHEN LEBEN WIRD, DANN KANN MAN WOHL VON EINEM WUNDER SPRECHEN.

Vielen Dank Ihnen für dieses Wunder - Unser Dank kommt von ganzem Herzen und vielleicht bekommt unser Sonnenschein, mit Ihrer Unterstützung, ja noch irgendwann ein Geschwisterchen.
Bitte warten …